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Kieferbruch Hund

Lutz R. au Cala Radjada fragt:

Unser kleiner Hund wurde vor ein paar Tagen von einem großen Hund angefallen und böse geschüttelt und auch gebissen. Wir haben die Wunden, die vor allem im Kopfbereich waren gut gesäubert und mit Jod versorgt und der Kleine hat sich auch relativ schnell von dem Schock erholt! Jetzt stellen wir aber fest, dass er nicht richtig fressen kann. Er hat Schwierigkeiten beim Zubeißen und manchmal fällt ihm Futter aus dem Maul. Meinen Sie, das könnte mit der Beißerei zusammenhängen?

 

Lieber Lutz!


Ja, ich kann mir vorstellen, dass es bei diesem Kampf Verletzungen gab, die auf den ersten Blick nicht erkennbar waren. Zum Beispiel wäre es denkbar, dass eine Kieferfraktur vorliegt, was nach Beißereien im Kopfbereich gar nicht so selten vorkommt. Die Diagnose muss der Tierarzt stellen. Wenn die klinische Untersuchung und die Palpation nicht zum eindeutigen Ergebnis führen, müssen Röntgenbilder angefertigt werden, meistens sogar unter Narkose. Die meisten Kieferfrakturen beim Hund findet man im Unterkieferbereich, an der Stelle, an der die beiden Kiefernhälften zusammengewachsen sind, an der so genannten Sutura intermandibularis. Kieferbrüche jeder Art müssen unbedingt korrekt versorgt werden, sonst droht eine Malokklusion. Das bedeutet, dass durch falsches Zusammenwachsen der Knochen -was durch die ständige Belastung des Kiefers beim Fressen fast immer passiert - ein ordentlicher Maulverschluß nicht mehr gewährleistet ist. Das kann mit der Zeit zu großen Folgeproblemen führen. Wird der Bruch rechtzeitig erkannt, wird er gerichtet und operativ fixiert. Dazu kommen Drähte oder Platten und Schrauben zur Anwendung. Manchmal werden auch temporäre Kunststoffprothesen eingesetzt. Auf jeden Fall dürfen sie nicht zögern, dieser Fressstörung auf den Grund zu gehen.