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Mythos und Realität über die Schutzimpfung (CaniLeish®) gegen Leishmaniose

Es ist wieder Frühjahr und die Angst aller Hundebesitzer vor der Leishmaniose ist groß. Ich erhalte viele Anfragen und es kursieren viele Meinungen im WWW. Im Nachfolgenden möchte ich die wichtigsten Fragen zusammenfassen. :

 

1. CaniLeish® ist gar keine richtige Impfung: falsch!


Eine Impfung basiert auf der Tatsache, dass man mit dem abgetöteten Antigen, bzw. mit Teilen des Antigens eine Immunantwort gegenüber diesem Schädling provoziert, ohne die Krankheit auszulösen. D.h. im Falle eines Kontaktes mit dem Erreger „erinnert“ sich das Immunsystem an die vorhergegangene Impfung und kann durch die Produktion spezieller Antikörpern den Organismus schützen. Genau das passiert auch bei der Leishmaniose-Schutzimpfung.

2. CaniLeish® ist eine „experimentelle“ Impfung, sie wurde mit sehr wenigen vorausgegangenen Studien auf den Markt gebracht: falsch!
Um die Markteinführung dieser Impfung zu ermöglichen waren – wie übrigens bei allen Medikamenten, sei es für Mensch oder Tier – 20 Jahre Forschung und Zusammenarbeit mit renommierten Unternehmen und der WHO notwendig. Das Prozedere der Registrierung unterlag dabei den gleichen Bedingungen wie bei allen anderen auf dem Markt befindlichen Impfungen (www.ema.europa.eu)

3. CaniLeish® „funktioniert“ nicht: falsch!
Bei der Leishmaniose handelt es sich um eine parasitäre Erkrankung. Der Erreger ist ein Einzeller, also ein wesentlich komplexerer Organismus als ein Virus. Daher ist auch die Impfung und die Stimulierung der Abwehr ein wesentlich komplizierterer Vorgang. Bis heute gibt es –weder beim Menschen noch beim Tier – keinerlei Impfungen gegen Parasiten, die eine so hohe Wirksamkeit besitzen, wie die Impfungen gegen Viren, an die wir gewohnt sind. Das bedeutet aber nicht, dass sie nicht „funktionieren“. Die Leishmaniose-Schutzimpfung, im Zusammenhang mit einer adäquaten Mückenabwehr, bietet eine stark erhöhte Schutzeffizienz gegenüber nicht geimpften Tieren.

4. CaniLeish® verhindert nicht die Infektion: richtig!
Eine Impfung kann nicht verhindern, dass Erreger in einen Organismus eindringen. Schon gar nicht im Falle eines Parasiten - wie Leishmanium - der mehrere Entwicklungsstadien im Wirtskörper durchläuft, bis er wieder vermehrungsfähig ist. Daher empfehlen wir auch die Anwendung von Repellentien, um die erregerübertragende Mücke abzuwehren. Wem die Impfung entgegenwirkt, ist der Krankheitsentwicklung Leishmaniose, also einer falschen Immunanwort, welche die Organe des Wirtstieres angreift und zerstört.

5. CaniLeish® verursacht mehr Nebenwirkungen als andere Impfungen: richtig!
Wie bereits erwähnt wird bei einer Parasitenschutzimpfung kein Parasit in den Organismus verbracht, sondern Proteinteile des Erregers. Das bewirkt aber nur eine schwache Immunantwort, die zum Schutz nicht ausreichen würde. Daher benutzt man in diesen Fällen so genannte Adjuvantien. Diese Stoffe regen das Immunsystem sozusagen an zu arbeiten, indem ein Entzündungsreiz gesetzt wird. Das verwendete Adjuvans in der Leishmanioseimpfung heißt QA21 und bewirkt bei manchen Tieren kurzfristige Reaktionen wie Schmerz, Fieber, Mattigkeit, die aber meistens leicht zu überwinden sind.

6. Die Langzeitwirkungen von QA21 dem Trägerstoff sind unbekannt: falsch!
QA21 wird seit 30 Jahren in der Pharmaindustrie eingesetzt, u.A. auch bei der Malariaimpfung und seine Wirkung ist wohlbekannt.

7. CaniLeish® kann dabei helfen, dass im Falle einer Erkrankung der Verlauf milder ist: richtig!
Dieses Phänomen ist auch von anderen Impfungen bekannt und wurde genauso bei leishmaniosegeimpften Hunden beobachtet.

8. Geimpfte Hunde übertragen die Krankheit weniger: richtig!
Studien konnten belegen, dass infizierte geimpfte Hunde als Erregerreservoir wesentlich weniger ins Gewicht fielen.

9. CaniLeish® ist kontraindiziert bei Hunden unter 10 kg: falsch!
Es gibt keine Gegenanzeigen aufgrund von Rasse oder Gewicht. Zwergrassen reagieren oft heftiger auf jede Art von Impfung, als große Hunde. In diesen Fällen sollten einfach Vorbeugungsmaßnahmen gegen eventuelle Entzündungsreaktionen vorgenommen werden.

10. CaniLeish® kann die Leishmanioseerkrankung provozieren: falsch!
Die Impfung enthält keinerlei Parasitenmaterial, lediglich Proteinteile davon. Es ist also nicht möglich durch die Impfung an Leishmaniose zu erkranken.

11. CaniLeish® wird von den Meinungsführern nicht unterstützt: falsch!
Leishmaniose ist eine schwere Erkrankung gegen die es keinerlei 100%igen Schutz und keine heilende Behandlung gibt. In den Leitlinien der ESCCAP(European Scientific Council Companion Animal Parasites) ist die Leishmanioseschutzimpfung als wirksame Waffe im Kampf gegen die Leishmaniose mit eingeschlossen.

12. CaniLeish® kann eine bereits bestehende Erkrankung verschlimmern: nicht bekannt!
Bis jetzt gibt es keine ausreichenden Studien, die belegen könnten, welchen Einfluss die Impfung auf bereits erkrankte Tiere hat. Erste Hinweise zeigen aber, dass kein Risiko einer Symptomverschlechterung zu erwarten ist.