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Ohrräude

Michael F. aus Bahia Grande fragt:

Meine Katze kratzt sich am Kopf und aus den Ohren kommt komisches Zeug raus. Sind das Ohrmilben? Und was soll ich dagegen machen?

 

Lieber Michael!


Denkbar wäre es schon, dass Ihre Katze einen Ohrmilbenbefall hat, obwohl es wirklich etliche Ursachen für Juckreiz am Kopf und Ohrentzündungen gibt. Wenn sich ein Tier Ohrmilben einfängt, man spricht auch von Ohrräude, sind zunächst einmal die Ohrmuscheln davon befallen. Der Juckreiz ist meistens derart stark, dass die Tiere sich die ganze Ohrregion blutig kratzen. Der Parasit wandert dann nach unten und besiedelt die Ohrkanäle. Dabei hinterlässt er ein schwarzes krümeliges Sekret, das man oftmals schon von außen erkennen kann. Der Juckreiz verstärkt sich meistens noch, die Tiere schütteln den Kopf und das Fremdkörpergefühl im Ohr kann so stark werden, dass möglicherweise eine Kopfschiefhaltung eintritt. Das passiert vor allem dann, wenn die Milben im Ohrkanal eine Entzündung provozieren, die natürlich zusätzlichen Schaden anrichtet und unbehandelt zu schwerwiegenden Folgen führen kann.
Ohrräude ist immer ein Fall für den Tierarzt. Die Erkrankung ist für die betroffenen Tiere sehr quälend und vor allem ist sie auch hoch ansteckend. Wird der Parasit diagnostiziert, muss man ein spezielles milbenabtötendes Medikament verabreichen, um der Ursache Herr zu werden. Dann folgt eine professionelle Ohrreinigung, die auch die Tiefen des äußeren Gehörgangs mit einschließt. Erst nach der Reinigung kommen entzündungshemmende Ohrmedikamente zum Einsatz. Wichtig ist, dass auch nach der Behandlung darauf geachtet wird, dass sich der Parasit nicht weiter verbreitet, da er auch ohne Wirt eine ganze Zeit überlebensfähig bleibt. Auch eventuell vorhandene andere Haustiere sollten vorbeugend behandelt werden. Regelmäßige Ohrreinigung und prophylaktische Langzeitmedikamente zur Parasitenabtötung helfen bei der Gesunderhaltung der Ohren. Lassen Sie sich auf jeden Fall tierärztlich beraten!