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Oronasale Fistel Katze

Annika M. aus Pollenca fragt:

Unsere 8-jährige Hauskatze hatte eine Zahn-Reinigung mit Extraktion eines Zahnes unter Vollnarkose. Am nächsten Tag hatte sie Probleme, durch die Nase zu atmen.
Unser Tierarzt sagte uns, das dies eine Abwehrreaktion der Schleimhäute durch den Tubus und das Narkosemittel sei und sich rasch normalisiert. Zusätzlich haben wir ein homöopathisches Mittel zur Regeneration der Schleimhäute erhalten, welches wir seit 6 Tagen oral eingeben. Nach fast einer Woche ist es noch nicht wirklich besser geworden. Im Gegenteil, haben wir das Gefühl, sie bekommt nicht gut Luft und reduziert alle Aktivitäten. Sie hört sich an wie eine alte Kaffeemaschine...Wir erhöhen die Luftfeuchtigkeit an ihren Ruheplätzen, um ihr Linderung zu verschaffen. Müssen wir sie nochmal untersuchen lassen? Oder ist hier wirklich Geduld gefragt. Vorher hatte sie überhaupt keine Probleme.

 

Liebe Annika!


Es ist immer schwer eine Diagnose bzw. Prognose zustellen, wenn man den Patienten nicht vor sich hat. Ich persönlich glaube aber nicht, dass Sie mit einer erneuten Untersuchung noch warten sollten. Was ich mir in Ihrem Fall vorstellen kann wäre, dass sich bei der Zahnextraktion eine so genannte oronasale Fistel gebildet und zu Komplikationen geführt hat. Darunter versteht man eine unnatürliche Verbindung zwischen Maulhöhle und Nase. Je nachdem, wie marode die Zahnwurzel des gezogenen Zahnes war, kann sich ein Durchbruch durch die dünne Knochenwand zwischen Nasenhöhle und Wurzelspitze ereignet haben. Durch dieses Loch kann infektiöses Material aus der Alveolarhöhle in die Nasenhöhle gelangen und eine Rhinitis verursachen. Auch der Durchtritt von Futter und Debris in die Nase würde ermöglicht und zusammen mit einer Austrocknung der Nasenschleimhäute könnten schnupfenartige Symptome auftreten. Im Extremfall kann es sogar passieren, dass Fremdpartikel in die Lunge eingeatmet werden und dort eine Entzündung verursachen. Auch das kann zu hörbaren Atemproblemen führen. Konsultieren Sie in jedem Fall noch einmal Ihren Tierarzt. Sollte sich mein Verdacht bestätigen, muss die Fistel chirurgisch verschlossen werden und je nachdem wird er das Tier auch einer antibiotischen Behandlung unterziehen.