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Otitis media

Klaus W. aus Deutschland fragt:

Gibt es beim Hund auch so etwas wie Mittelohrentzündung und wenn ja, wie äußert sich das?

 

Lieber Klaus!


Ja, das kommt vor. Genau wie beim Menschen besteht das Hundeohr aus Gehörgang, Mittelohr und Innenohr. Die am häufigsten vorkommende Entzündung an diesem Körperteil betrifft den äußeren Gehörgang. Man spricht hier von einer Otitis externa. Aus einer schweren oder chronischen Otitis externa kann sich eine Mittelohrentzündung, eine Otitis media, entwickeln, beispielsweise wenn das Trommelfell durch die Entzündung verletzt wird und Bakterien oder andere Erreger in das Mittelohr eindringen. Eine Otitis media kann aber auch aus einer so genannten aufsteigenden Entzündung entstehen, wenn Mikroorganismen aus den oberen Atemwegen über die Ohrtrompete, der so genannten Eustachischen Röhre, die zum Mittelohr Verbindung hat, eindringen.
Die dritte, allerdings sehr seltene Möglichkeit, ist die Verbreitung von Erregern über die Blutbahn. Eine Otitis media kann sehr schmerzhaft sein. Oft zeigen die Tiere schon Schmerzen beim Berühren oder Öffnen des Fanges. Gängige Krankheitsanzeichen sind auch Ohrenschütteln und/oder reiben mit den Pfoten, gelegentlich wird auch gehüstelt. Ist der Nerv von der Entzündung mitbetroffen, können sich Veränderungen am Auge zeigen. Sogar Gesichtsnervenlähmungen sind möglich. Kopfschiefhaltung in Richtung der betroffenen Seite kann ein reines Schmerzzeichen sein oder einen Übergriff der Entzündung auf das Innenohr bedeuten.
Die Diagnose ist nicht immer einfach. Meistens müssen zur Diagnosesicherung endoskopische Untersuchungen in Narkose sowie Röntgenuntersuchungen durchgeführt werden. Neben Computer- bzw. Kernspintomographie kommt auch die Sonographie zum Einsatz. Je nach Schweregrad und Chronizität der Mittelohrentzündung wird entweder nur mit Medikamenten behandelt oder es muss zusätzlich eine chirurgische Intervention in Betracht gezogen werden.