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Hautpilzdiagnostik mit PCR

Jens H. aus Puerto Andratx fragt:


Bei unserem Hund wurde jetzt mehrfach der Verdacht auf eine Hautpilzinfektion ausgesprochen und er wurde auch mehrmals einer Behandlung dagegen unterzogen. Leider hat diese nicht geholfen. Gibt es denn nicht eine spezielle Methode, um eine Pilzerkrankung hundertprozentig zu diagnostizieren oder auszuschließen?

 

Lieber Jens!



Hautpilzerkrankungen, oder Dermatophytosen wie der Mediziner sagt, kommen weltweit vor und zählen mit zu den häufigsten Infektionskrankheiten bei Säugetieren, Vögeln und Reptilien. Allerdings treten die klinischen Symptome, also die Krankheitszeichen dieser Infektion, in derart hoher Vielfalt auf, dass es vor allem bei Hund und Katze nach wie vor schwierig ist, sie zu diagnostizieren.

Einerseits werden Dermatophyten oft überdiagnostiziert, andererseits aber auch häufig gar nicht erkannt. Auch herkömmliche Pilzkulturen liefern nicht immer ein klares Ergebnis. Die gute Nachricht ist nun, dass mittlerweile die Polymerase Kettenreaktion, kurz PCR, auch in diesen Bereich der klinischen Diagnostik Einzug gehalten hat. Mit Hilfe einer PCR lassen sich geringste Mengen an DNA, also des Erbgutmaterials, so stark vervielfältigen, dass der gesuchte Erreger in kürzester Zeit im entsprechenden Probenmaterial nachzuweisen ist. Dabei ist natürlich die Wahl dieses Probenmaterials entscheidend.

In Ihrem Fall würde man Haare mit Wurzeln, Proben eines tiefen Hautgeschabsels, Schuppen, Krusten, Krallen etc. ins Labor schicken. Ist die PCR positiv, kann im Anschluss die Differenzierung der Dermatophytenspezies erfolgen. Diese Diagnose ist hundertprozentig und erlaubt daher eine ganz gezielte Anschlusstherapie.