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Ikterus

Leo H. aus Orient fragt:

Meine Katze frisst in letzter Zeit ziemlich schlecht und hat jetzt plötzlich ganz gelbe Augen! Was kann das denn sein?

 

Lieber Leo!


Es könnte sein, dass Ihre Katze an einem Ikterus (= Gelbsucht) leidet. Als Ikterus bezeichnet man die Gelbfärbung von Körpergeweben und Schleimhäuten. Am behaarten Tier fällt das hauptsächlich an der Sklera – das sind die weißen Zonen im Auge – sowie an den Bindehäuten und an spärlich oder unbehaarten Körperstellen auf.
Die Entstehung einer Gelbsucht kann viele Gründe haben und daher von sehr unterschiedlichen Krankheitszeichen begleitet sein. Häufig sind es Symptome wie Appetitlosigkeit, Schwäche, Niedergeschlagenheit und/oder Erbrechen.
Verantwortlich für die Verfärbung ist das orangegelbe Pigment Bilirubin, das von der Leber produziert wird und bei einem Ikterus im Überschuss vorhanden ist. Bilirubin ist ein Bestandteil der Gallensäuren, die für Verdauungsvorgänge gebraucht werden und kommt auch in kleineren Mengen in den roten Blutkörperchen vor.
Ein Bilirubinüberschuss kann prinzipiell aus drei verschiedenen Ursachen entstehen. Zum einen durch die Zerstörung von großen Mengen roter Blutkörperchen. So etwas kann bei Infektionen, insbesondere bei parasitären Infektionskrankheiten, bei Vergiftungen oder bei immunologischen Erkrankungen vorkommen. Der zweite Grund kann in einer Verstopfung der Gallengänge liegen, beispielsweise bei Gallensteinen oder bei einer Bauchspeicheldrüsenentzündung. Am häufigsten wird die Gelbsucht aber durch Leberfunktionsstörungen verursacht. Infektionskrankheiten, Vergiftungen und tumoröse Erkrankungen können auslösend sein. Bei übergewichtigen Katzen ist oft eine Verfettung der Leberzellen für den Ikterus verantwortlich.
Der diagnostische Prozess, Leo, beginnt wie immer mit der Vorgeschichte und der klinischen Untersuchung des Tieres. Danach müssen Blutanalysen und parasitäre Untersuchungen durchgeführt werden. Kann man Infektionen ausschließen, wäre der nächste Schritt die Ultraschalluntersuchung der Leber und eine eventuelle Gewebeprobeentnahme. Auf jeden Fall ist die Gelbsucht ein Alarmsignal, bei dem sofort ein Tierarzt aufgesucht werden sollte.