Thema der Woche
NEU!!!
Eurotierklinik
Portal Nous!

Carretera Andratx 43/14
Tel: 971 677 606
Erfolgsstory!
Zahlreiche namhafte Modehersteller wie H&M, ESPRIT, Zara, C&A, Tchibo, Calvin Klein, Hugo Boss und andere sind nach Gesprächen mit PETA aus dem Angora-Geschäft ausgestiegen – und es folgen mehr.
mehr erfahren


Microchip

Roberta K. aus Sa Coma fragt:


Wie funktioniert die Kennzeichnung mit Mikrochip bei Tieren und wie schädlich ist die Strahlung, der das Tier danach ausgesetzt ist?

 

Liebe Roberta!



Die Kennzeichnung mit Mikrochip, auch Transponder oder Tag genannt, ist eine einfache und völlig unschädliche Form der Identitätssicherung eines Tieres. Es handelt sich dabei um ein elektronisches System zum automatischen und manipulationssicheren Erkennen bei allen Tierarten, egal ob es sich um Kleintiere, wie Hunde, Katzen, Vögel, Reptilien, oder um Großtiere, wie z. B. Pferde handelt.

Die Transponderkennzeichnung, die seit ca. 10 Jahren auf dem Markt ist, hatte anfänglich mit erheblichen Anlaufschwierigkeiten zu kämpfen. Die unterschiedlichen Tags und die verschiedenartigen Lesesysteme waren oftmals untereinander nicht kompatibel und somit nicht effektiv beim Identifizieren von z. B. aufgefundenen Tieren oder im grenzüberschreitenden Reiseverkehr. Erst durch die Schaffung einer einheitlichen ISO-Norm konnte sich die Chipkennzeichnung durchsetzen. 1996 sind ISO-Standards zum Aufbau der Transpondernummer und für die elektronischen Übertragungsparameter in Kraft getreten. Seither ist es möglich, die individuelle Chip-Nummer eines Tieres weltweit auszulesen.

Ein Mikrochip besteht aus einem 12 x 2 mm großen Sender. Dies entspricht ungefähr der Größe eines Reiskorns. Dieser Transponder ist passiv, das heißt völlig strahlungsfrei, und wird von einer Hülle umgeben. Die Einpflanzung des Senders geschieht durch eine Injektion. Genau wie bei einer Impfung – nur mit einer etwas dickeren Nadel – wird eine sterile Einwegspritze unter die Haut geführt und der Tag wird "gespritzt". Als international festgelegte Injektionsstelle gilt die linke Halsseite. Im Gegensatz zu den früher üblichen Tätowierungen ist die Methode einfach, schnell und nicht schmerzhafter als eine "normale" Spritze. Und auf keinen Fall ist eine Narkose notwendig, wie manche Tierbesitzer mutmaßen!

Die biokompatible Quarzhülle des Chips ermöglicht ein reizloses Verwachsen mit dem Unterhautgewebe des Tieres und verhindert damit, dass der Transponder "wandert". Wird ein entsprechendes Lesegerät über den Nacken des so gekennzeichneten Tieres geführt, "erwacht" der Sender des Chips. Das Magnetfeld des Lesegeräts aktiviert den Tag und auf dem Bildschirm des Geräts erscheint die individuelle Chipnummer. Sie besteht aus einem weltweit einmaligen 12-stelligen ID-Zifferncode kombiniert mit einem 3-stelligen Ländercode. Diese fälschungssichere Kennzeichnung dient als eindeutiger Eigentumsnachweis und sichert beispielsweise auch züchterische Glaubwürdigkeit durch den Abstammungsbeweis.

Wird das Lesegerät wieder abgeschaltet, ist der Sender erneut inaktiv. Er sendet keinerlei gesundheitsschädliche Dauersignale oder "Radiowellen" aus und stört das Tier in keiner Weise. Die Auslesung der ID-Nummer ist beliebig oft möglich und hält ein Tierleben lang.

In Mallorca ist die Mikrochip-Kennzeichnung – zusammen mit der Tollwutimpfung – übrigens gesetzlich vorgeschrieben. Jedes gechipte Tier wird bei der Tierärztekammer der Balearen durch den ausführenden Tierarzt registriert. Tierärzte, Tierheime und Polizeistationen sind mittlerweile mit Lesegeräten ausgestattet, was die Chance für eine Rückführung aufgefundener Hunde erheblich verbessert. Außerdem ist es auch nicht mehr möglich, mit Tieren grenzüberschreitend zu reisen, die nicht gekennzeichnet sind. Auch innerhalb Europas gilt die Kennzeichnungspflicht. Der Mikrochip gewährleistet die eindeutige Zuordnung des Tieres zum EU-Tierpass und der beinhalteten Transportfähigkeitsbescheinigung.

Was ich Ihnen, Roberta, noch empfehlen möchte: Wenn Sie mit ihrem Tier reisen, sollten Sie es unbedingt – außer bei der hiesigen Tierärztekammer – bei einem internationalen Haustierzentralregister eintragen lassen. Denn nur die Registrierung in einer internationalen Datenbank ermöglicht ein Wiederfinden auch außerhalb Mallorcas. Ihr Tierarzt ist Ihnen bei den Formalitäten mit Sicherheit gerne behilflich.