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Wespenstiche

Christian Ö. aus Palmanova fragt:


Unser Dobermann wurde von einer Wespe gestochen und bekam plötzlich ein ganz geschwollenes Gesicht und überall am Körper Pusteln. Zum Glück waren wir nicht weit von einer Tierarztpraxis entfernt. Was können wir tun, wenn so etwas wieder passiert und kurzfristig keine professionelle Hilfe in der Nähe ist?

 

Lieber Christian!





Es ist wirklich Glück, dass Sie in diesem Fall einen Tierarzt in der Nähe hatten, denn bei diesen Symptomen, die Ihr Hund auf einen Insektenstich zeigte, handelt es sich um eine allergische Reaktion auf den Wespenstich.

Eine Allergie ist eine abnorme Reaktion des körpereigenen Immunsystems auf einen körperfremden Stoff, in diesem Fall auf das Insektengift. Es gibt verzögerte allergische Reaktionen und Sofortreaktionen (= anaphylaktische Reaktionen). Bei Ihrem Dobermann handelte es sich um eine Anaphylaxie. Innerhalb weniger Minuten nach Kontakt mit dem auslösenden Allergen entwickelt der Körper die allergische Reaktion. Typisch sind die von Ihnen beschriebenen Symptome wie pustelartiger Hautausschlag und Schwellungen. Dies ist eine milde Form der anaphylaktischen Reaktion. In solchen Fällen – vor allem nach einem Zweitkontakt mit demselben Allergen – kann die Reaktion jedoch durchaus schlimmer ausfallen. Auch die Schleimhäute können anschwellen, so dass es zu Atemnot und Erstickungsanfällen kommt. Der Kreislauf kann zusammenbrechen, was zu Schockreaktionen bis hin zur Bewusstlosigkeit führen kann. Ganz ähnlich wie in der Humanmedizin sind Tiere, die auf Insektenstiche allergisch reagieren, vor allem in der Sommerzeit sehr gefährdet und bedürfen im Ernstfall immer medizinischer Hilfe.

Da Sie nun wissen, dass Ihr Tier Allergiker ist, und damit Sie im Ernstfall nicht hilflos zusehen müssen, wie es Ihrem Tier immer schlechter geht, Christian, sollten Sie unbedingt einen Erste-Hilfe-Kurs für Tiere besuchen. Der Begriff „Erste Hilfe“ beinhaltet zwar, dass in den meisten Fällen weitere, also tierärztliche Behandlung erforderlich ist, hilft aber in vielen Fällen schlimmere Folgen zu vermeiden. Allerdings nur, wenn die erste Hilfe auch fachgerecht geleistet wurde. Oftmals vergisst der Helfer, dass auch „helfende Hände“ gebissen werden. Denn Tiere, die Angst und Schmerzen haben, wehren sich. Und anstatt Gutes tun zu können, muss die betroffene Person leider allzu oft selbst ärztlich behandelt werden.

Im Erste-Hilfe-Kurs für Tiere werden Sie auf solche Situationen vorbereitet. Sie lernen, wie Sie in bestimmten Situationen eine medizinische Erstversorgung leisten können, und Sie erfahren, welchen „Erste-Hilfe-Koffer“ Sie für Ihre Tiere in der Hausapotheke bereithalten sollten.