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Wurmbefall

Jacobo E. aus Erlangen fragt:

Wieso ist es eigentlich wichtig, Haustiere ständig zu entwurmen? In der Natur leben die Tiere doch auch mit Würmern im Bauch.

 

Lieber Jacobo!


Eine regelmäßige Entwurmung unserer Haustiere ist wichtig, da es sich bei dieser Endoparasitose um eine so genannte "Zoonose" handelt. Eine Zoonose ist eine Infektionskrankheit, die unter natürlichen Bedingungen vom Tier auf den Menschen übertragen werden kann. Weltweit sind etwa 200 Zoonosen bekannt.

Wenn wir bei unseren Haustieren von Verwurmungen sprechen, meinen wir den Befall mit Rundwürmern oder Bandwürmern. Das sind Endoparasiten, die sich in den Därmen befinden, und sich dort auf Kosten ihres Wirts ernähren und vermehren. Die bekanntesten Rundwürmer sind die so genannten Spulwürmer oder Ascariden. Weltweit sind etwa 20 Millionen Menschen, vor allem Kleinkinder unter 3 Jahren, von Ascariasis befallen.

Wurmeier werden über die Umwelt aufgenommen. Bei Hund und Katze geschieht dies vor allem beim Fressen von rohem Fleisch, d. h. von Beutetieren wie Mäusen oder Vögeln. Auch im Fell unserer Haustiere, vor allem am Bauch und an den Extremitäten, können Wurmeier haften. Ebenso können Darmparasiten über den Weg der so genannten "Zwischenwirte", beispielsweise über Flöhe, in den Körper gelangen und ihre Wanderung Richtung Magen-Darmtrakt beginnen. Dort angekommen kann ein ausgewachsener Wurm bis zu 200.000 Eier pro Tag produzieren.

Besonders Welpen leiden oft sehr unter einem Wurmbefall. Erbrechen und Durchfall, aufgeblähter schmerzhafter Bauch, Wachstumsstörungen und heftiger Husten sind bekannte Leitsymptome.
Aber auch erwachsene Tiere können einer massiven Darmendoparasitose meist nicht dauerhaft standhalten. Appetitlosigkeit, Müdigkeit, juckende Hautausschläge bis hin zu Abmagerung und Blutarmut können durch Würmer ausgelöst werden.

Ähnlich verhält es sich beim Menschen. Durch zufällige Aufnahme von Wurmeiern können wir angesteckt werden. Da wir aber kein korrekter "Endwirt" für diese Parasiten sind, entwickeln sich die Eier nicht zur Geschlechtsreife, sondern verbleiben in ihrem Larvenstadium. So können sie auf dem Blutweg in alle Körperorgane gelangen. Nicht jeder, der sich angesteckt hat, wird krank. Aber wiederum sind es die abwehrschwachen Kinder oder älteren Menschen, die oft heftig unter einer solchen Infektion leiden. Blutige Durchfälle und Organschädigungen durch festsitzende Larven in Lunge, Herz, Muskel, Leber, Augen und Gehirn sind bekannt.

Ich hoffe, Jacobo, Sie verstehen jetzt, warum wir unsere Haustiere regelmäßig entwurmen sollten. Da wir – im Gegensatz zu den in freier Natur lebenden Wildtieren – dieselbe Lebensumgebung mit unseren Haustieren teilen, sind wir auch denselben Quellen ausgesetzt, an denen wir Kontakt mit Wurmeiern haben können. Durch Bodenkontakt in Parkanlagen, auf Kinderspielplätzen oder an Stränden, über Gärten durch die Aufnahme von ungewaschenem Obst und Gemüse oder durch den direkten Kontakt mit unseren Haustieren ist eine Infektion möglich.

Die wirksamste Vorbeugemaßnahme, um das gesundheitliche Risiko für Tier und Mensch zu reduzieren, ist die regelmäßige "Wurmkur" von Hund und Katze. Diese sollte mindestens alle 3 Monate mit dem richtigen antiparasitären Produkt durchgeführt werden.