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Kokkzidiose

Francesca M. aus Cala d"Or fragt:

Unsere (leider Leukose positive) Katze leidet seit einiger Zeit unter wässrigem Durchfall. Alle möglichen Diäten, Entwurmungen und Behandlungen haben nicht angeschlagen. Jetzt wird der Kot auch noch blutig und manchmal schleimig. Das Tier ist schon ganz mager, was können wir noch tun?


 

Liebe Francesca!


Zunächst einmal sollten Sie die Untersuchung einer Kotprobe veranlassen. Nicht immer sind Würmer für die Entwicklung einer Durchfallerkrankung verantwortlich. Neben bakteriellen oder viralen Infektionen kann auch die Infektion mit einzelligen Parasiten derartige Symptome auslösen. Gerade bei einer Leukose infizierten und damit immunschwachen Katze muss man beispielsweise an den Befall mit Kokzidien denken.

Kokzidien sind so genannte Sporentierchen, d. h. winzige einzellige Parasiten, die innerhalb der Zellen eines höher entwickelten Wirtstiers leben. Vorzugsweise werden die Zellgewebe des Magen-Darmtrakts befallen, bei unseren Haustieren vor allem bei Vögeln, Kaninchen, Katzen und Hunden.

Die Parasiten vermehren sich, indem sich ihre Zellkerne immer wieder teilen. Bei diesen Teilungsvorgängen wird die Zelle des Wirts zerstört und die neuen Parasiten werden freigesetzt. Diese Nachkommen infizieren jeweils wieder eine neue Wirtszelle und die Infektion manifestiert sich. Die Folge einer Kokzidieninfektion, auch Kokzidiose genannt, sind Zerstörungen der Darmschleimhaut mit den Krankheitszeichen wässriger bis blutiger Durchfall, manchmal Fieber durch das Entzündungsgeschehen im Magen-Darmtrakt und kontinuierliches Abmagern des Patienten, da das aufgenommene Futter vom Körper nicht mehr vollständig verwertet werden kann.

Es gibt sehr viele verschiedene Formen dieses Einzellers. Auch bei Katzen kommen diverse Kokzidienarten vor. Aufgenommen werden die Parasiten über kontaminiert Erde, Futter oder Wasser. Obwohl der Körper normalerweise eine Immunität gegenüber diesen Sporentierchen entwickelt, kann die Kokzidiose zum Problem werden. Bei Welpen, alten oder durch andere Krankheiten geschwächten Tieren kann die Krankheit einen schweren Verlauf nehmen.

Ich habe Ihnen, Francesca, die Untersuchung einer Kotprobe angeraten, da man die Einzeller bzw. ihre Vermehrungsstadien mit unkomplizierten mikroskopischen Techniken nachweisen kann. Wird eine Infektion festgestellt, sollte unverzüglich eine Behandlung eingeleitet werden. Die Behandlung von Kokzidien erfordert den Einsatz ganz spezieller Medikamente. Auch das konsequente Einhalten von Hygienemaßnahmen, wie häufiges Reinigen der Katzentoilette und der Futter- bzw. Wassergefäße, sind unabdingbar, um Neuinfektionen zu vermeiden. Im chronischen Krankheitsstadium ist es oftmals auch sehr hilfreich, das Tier durch begleitende Therapiemaßnahmen wie Infusionsbehandlungen und Darm schonende Diäten zu unterstützen.