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Läuse

Karla Sch. aus Porto Colom fragt:

Ich bin gelernte Kindergärtnerin und habe in einem Kindergarten schon einmal eine Läuseinfektion erlebt. Ich meine jetzt, dass meine Katze Läuse hätte. Sie haben noch nie etwas über Lausbefall bei Haustieren geschrieben. Kommt das bei Katzen überhaupt vor?

 

Liebe Karla!


Ja, das kommt vor, wenn auch – im Vergleich zu anderen Parasitosen – selten. Es gibt verschiedene Tierlausarten. Einige gehören zu den Blut saugenden Parasiten, andere sind Haut- bzw. Schuppenfresser wie z. B. die so genannten Haarlinge oder Kiefernläuse. Läuse sind wirtstreue Parasiten (d. h. sie wechseln nicht auf andere Spezies), die ohne "ihr" Tier nicht lange überleben können. Das ganze Leben der Laus spielt sich auf dem Wirt ab. Erwachsene Läuse legen beständig Eier, die an den Haaren dicht über der Haut festgeklebt werden. Diese weißlichen, gut erkennbaren Gebilde sind auch unter dem Begriff "Nissen" bekannt. Daraus schlüpfen beinlose Larven, die noch etwas kleiner sind als die erwachsenen Läuse, aber schon Greifwerkzeuge besitzen, mit denen sie sich in der Haut festklammern. Die Larven laufen weitere Entwicklungsstadien durch und sind nach 4-6 Wochen ausgewachsene und fortpflanzungsfähige Läuse. Die ständig aktiven Parasiten verursachen beim Wirt vor allem Juckreiz. Bei einem Massenbefall mit Blut saugenden Läusen kann es beim betroffenen Tier allerdings zu ernsthaften Blutverlusten kommen.

Die Folgen eines Lausbefalls mit dem begleitenden Juckreiz sind in der Regel Hautentzündungen. Durch ständiges Kratzen und beißen des betroffenen Tiers kommt es zu Rötungen und Mikroverletzungen. Bakterien und/oder Pilze infizieren diese kleinen Kratzwunden, was zu Krusten und Haaraufall führt. Wie fast immer bei unbehandelten, juckenden Hautkrankheiten ist es dann nur eine Frage der Zeit, bis das gesamte Tier von Ausschlägen und haarlosen Stellen übersät ist.

Die gängige Bekämpfung des Lausbefalls bei Katzen, Karla, ist heutzutage eine Behandlung mit speziellen Spot-on-Präparaten. Allerdings sind regelmäßige Wiederholungsbehandlungen nötig, um dem Problem Herr zu werden, denn die Nissen werden durch die schützende Eischale nicht immer abgetötet. Umgebungsbehandlungen sind nicht unbedingt nötig, da der Parasit außerhalb des Wirtstiers nicht lange lebensfähig bleibt. Auch braucht man keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen zu berücksichtigen, wenn beispielsweise Kinder mit dem Tier Kontakt haben, denn die wirtsspezifische Katzenlaus wechselt nicht auf den Menschen.