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Tiere als Begleiter im Alter

Detlef Ö. aus Frankfurt fragt:

Wir tragen uns mit dem Gedanken, meiner alten Mutter ein Haustier zu schenken, da sie alleine lebt und wir sehr oft im Ausland sind. Was halten Sie als Tierärztin von der Idee?



 

Lieber Detlef!


Ich finde die Idee sehr gut und wenn das Haustier in spe adäquat versorgt wird, spricht auch aus tierärztlicher Sicht nichts dagegen. Es ist mittlerweile allgemein bekannt, dass Tiere einen sehr positiven Einfluss insbesondere auch auf ältere Menschen haben. Dabei geht es durchaus nicht nur darum, eine drohende Vereinsamung zu verhindern, sondern auch um die medizinischen Wirkungen, die Tiere, ganz ähnlich wie bei Kindern, gerade auf alte Menschen haben. Tiere helfen – oft mit verblüffenden Erfolgen – bei der gesundheitlichen Vorbeugung und Erhaltung sowie bei der Therapieunterstützung in der Geriatrie.

Lebt ein Tier im Haushalt, hat der alte Mensch wieder eine Verantwortung. Er ist geistig und körperlich gefordert, für seinen Schutzbefohlenen zu sorgen. Ein Tier nimmt „seinen“ Menschen auch immer bedingungslos an. Einem Hund oder einer Katze ist es vollkommen egal, ob Herrchen bzw. Frauchen alt und faltig oder jung und schön sind. Auch körperliche Gebrechen spielen in der Mensch-Tier-Beziehung keine Rolle. Und wenn Frauchen ihrem Bello zum hundertsten Mal dieselbe alte Geschichte erzählt, wird er sich immer gleich intensiv über die Ansprache freuen.

Ein Haustier kann zwar niemals einen Menschen ersetzen, aber es kann durchaus eine soziale Lücke füllen. Tierbesitzer bleiben meist lange aktiv und kommunikativ. Durch die Verantwortung behalten sie ihr Selbstbewusstsein und ein gutes Stück an Lebensqualität. Es ist nachgewiesen, dass alte Menschen, die intensiv mit Tieren Kontakt haben, nicht nur lebenslustiger, sondern auch gesünder sind und weniger Medikamente brauchen.

Es spielt keine Rolle, ob es ein Hund, eine Katze oder ein Vogel sein wird. Es muss nur sichergestellt sein, dass man auch dem Tier gerecht wird. Ist die alte Dame beispielsweise gehbehindert, sollte der zukünftige Hausgenosse kein Hund sein, der viel Bewegung und täglichen Auslauf braucht. Macht ihre Mutter aber immer noch lange Spaziergänge, kann sich zwischen ihr und einem kleinen Hund durchaus eine Freundschaft entwickeln, von der beide Partner gleichermaßen profitieren. Lebt sie in einer kleinen Stadtwohnung, ist es wahrscheinlich ungeeignet, eine Katze zu halten, obwohl manche Katzen sich auch sehr gut an das Leben ohne „Freigang“ gewöhnen können.

Jedenfalls sollten Sie sich im Vorfeld genau überlegen, Detlef, welches Tier zu Ihrer Mutter sowie ihrer Alltagsroutine und ihren Lebensumständen passt. Für welches Tier Sie sich auch entscheiden: der neue Mitbewohner wird den alten Menschen garantiert fester ans Leben binden.