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Rekonvaleszenz

Familie W. aus Cala D’Or fragt:

Unser Hund hatte vor 10 Tagen einen Autounfall und wurde zweimal hintereinander operiert. Wir haben ihn jetzt wieder zu Hause, aber er will nicht fressen und ist ganz teilnahmslos. Können wir ihm irgendetwas Gutes tun?

 

Liebe Familie W.!


Ich nehme an, dass Sie bereits abgeklärt haben, ob eine Wundinfektion oder ein Schmerzzustand vorliegt, der noch mit dem Unfall zu tun hat?

Wenn sich das Tier nicht in der Form erholt, wie es zu erwarten wäre, ist es wahrscheinlich, dass der Körper mit einer schützenden "Stressantwort" auf die traumatischen Vorfälle und die damit verbundenen Schockeffekte reagiert. Während einer derartigen Periode hat der Organismus einen wesentlich erhöhten Energiebedarf, obwohl das Tier den Anschein von Apathie und Inaktivität erweckt. Wenn jetzt nicht genügend Kalorien und Proteine aufgenommen werden, kommt es zu einem schnellen Gewichtsverlust des Patienten, denn die Reparaturprozesse im Körper laufen auf Hochtouren. Unglücklicherweise führt diese Mangelernährung zu anhaltendem Appetitmangel und es entsteht ein Kreislauf, der die als Schutz gedachte Reaktion des Körpers ins Gegenteil umwandelt. Wenn mangels Nahrungsaufnahme die Körperreserven wie Depotfett aufgebraucht sind, werden Muskulatur und andere Gewebe verstoffwechselt. Anstatt zur Heilung kommt es zu zusätzlichen Schäden.

Sie sollten sich zunächst davon überzeugen, dass das Tier fieberfrei ist und die Operationswunden weder geschwollen, rot oder schmerzhaft sind. Auch erhöhter Durst oder erschwerte Atmung sind Anzeichen, die sofort dem Tierarzt vorgestellt werden müssen. Wenn körperlich alles in Ordnung scheint, sollten sie intensiv versuchen, das Tier zu füttern. Viele Tiere müssen nach schweren Unfällen oder Operationen zur Nahrungsaufnahme regelrecht animiert werden. Lassen Sie sich von Ihrem Tierarzt ein Spezialfutter für die Rekonvaleszenzphase verschreiben. Dabei handelt es sich um hochkaloriges Weichfutter, das mit leichtverdaulichen Fetten und Proteinen versetzt ist und hohe Anteile an speziellen Aminosäuren, Vitaminen, Mineralien und Fettsäuren enthält.

Nehmen Sie sich Zeit für das Tier. Beginnen Sie damit, dem Hund kleine Mengen des Spezialfutters auf die Zunge oder die Lefzen zu legen. Sparen Sie nicht mit Lob, wenn eine Portion abgeschluckt wurde, und überfordern Sie das Tier nicht. Viele kleine Portionen über den Tag verteilt sind wesentlich bekömmlicher, als große Mengen, die Sie Ihrem Hund auf einmal geben. Steigern Sie die Futtermengen langsam. Wenn es Ihnen gelingt, Ihren Hund zur Futteraufnahme zu "überreden", werden Sie sehen, dass er sich rapide erholt. Der Körper kann seine "Reparaturvorgänge" fortsetzen und das Immunsystem kann mit vollem Einsatz arbeiten. Der Appetit des Patienten wird sich mit jeder Futterportion verbessern, so dass sich innerhalb kurzer Zeit eine Rekonvaleszenz und sichtbare Fortschritte einstellen.

Sollte sich wider Erwarten und trotz aller Mühe keine Besserung zeigen, muss das Tier dringend einer Infusionsbehandlung unterzogen werden, um weiteren Schaden abzuwenden. Kontaktieren Sie in diesem Fall umgehend Ihren Tierarzt.