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Hunderassen

Vickie W. aus Orient fragt:

Wie viele Hunderassen gibt es eigentlich auf der Welt und wer bestimmt, was ein „rassereiner“ Hund ist?

 

Liebe Vickie!


Bei der Fédération Cynologique Internationale (= FCI) in Belgien, dem kynologischen Weltverband, sind derzeit 336 verschiedene Hunderassen anerkannt und eingetragen.

Vor zirka 150 Jahren begann man damit, bestimmte Standards für die Zucht von Rassehunden festzulegen. Das heißt, es wurden ganz spezielle Vorgaben für Aussehen, Charaktereigenschaften und gesundheitliche Voraussetzungen eines Hundes gemacht, um ihn zur Zucht einer bestimmten Rasse zuzulassen. Man begann, Zuchtvereine zu gründen und beispielsweise bei Ausstellungen oder Prüfungen die Standards zu kontrollieren.

Heute muss jeder nationale Hundeverein einem internationalen Dachverband angeschlossen sein. Der bekannteste Verein in Deutschland ist der VDH (= Verband für das Deutsche Hundewesen), der dem Weltverband FCI angehört.

Die Vorteile einer kontrollierten Rassehundezucht liegen auf der Hand, vor allem im Gebrauchshundewesen, wo die Zucht ihren Ursprung hat. Man hat gezielt Arbeitshunde gezüchtet, die dem Menschen als vollwertige Hilfskraft in ganz bestimmten Bereichen, hauptsächlich beim Hüten, bei der Jagd oder zum Personenschutz, zur Seite stehen.

So entstanden langhaarige und großwüchsige Hirtenhunde z. B. zur Wolfabwehr in den Bergen, wie Kangals oder Pyrenäenhunde, und kleinere, intelligente und wendige Hütehunde zum Lenken von großen Schafherden, wie Collies oder Border Collies. Dazu zählten auch große schnelle Jagdhunde zur Sicht-Hetzjagd von schnellem Wild in den Ebenen, wie Barsois oder spanische Galgos, oder aber Spürhunde mit exzellenter Nase zum Aufspüren von Wild, wie Bassets, Beagles oder Bracken. Auch Hunde speziell zum Finden und Stellen von verborgenem oder verletztem Wild – wie Pointer und Setter – oder zum Bringen von erlegtem Wild, speziell in der Niederwildjagd – wie die verschiedenen Retrieverrassen – sind unschätzbare Helfer des Menschen geworden. Überhaupt hat das Jagdwesen die spezialisiertesten Hunderassen hervorgebracht: Vom harten, vielseitigen Jagdgebrauchshund wie dem Deutsch Drahthaar über die vielen „Untertagearbeiter“ wie Terrier oder Dackel bis zum hoch spezialisierten spanischen Wasserhund.

Die dritte große Kategorie der Hundezucht ist der Schutzhund. Auch hier ist die Rassevielfalt enorm. Typische Schutzhunderassen sind der deutsche und belgische Schäferhund, der Dobermann, der Riesenschnauzer oder der Airedaleterrier.

Mit der Zeit wurde ein Hund allerdings nicht mehr nur als „Arbeiter“ gebraucht, sondern auch immer mehr als „Gesellschafter“ geschätzt. Auch das hat sich in der Hundezucht bemerkbar gemacht. Rassen wie Bichon, Mops oder Chihuahua sind entstanden, d. h. Rassen, bei denen nicht mehr Wesensmerkmale die wichtigste Rolle spielen, sondern vor allem das Aussehen in den Vordergrund tritt. Ich hoffe, Vickie, dass Ihnen dieser kleine kynologische Exkurs Spaß gemacht hat.