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Alte Tiere

Robert B. aus Paguera fragt:

Ich bin 64 Jahre alt und versuche, mich fit zu halten. Meine Labradorhündin wird jetzt zehn und sie geht immer noch mit mir schwimmen und joggen. Kann man sagen, dass wir ungefähr „gleich alt“ sind, und was kann ich tun, damit sie mich noch lange gesund und fit begleiten kann? Gibt es die sog. „Geriatrie“ auch für Tiere?

 

Lieber Robert!


Die Geriatrie oder Altenheilkunde beschäftigt sich mit den Krankheiten von älteren Patienten, sowohl in der Human- als auch in der Tiermedizin. Altern führt dazu, dass die Leistungsfähigkeit und Abwehrkraft eines Körpers stetig abnehmen. Bei unseren Tieren ist Altern aber nicht nur von den Lebensjahren abhängig. Rasse, Größe und Geschlecht sind ebenfalls Faktoren, die maßgeblich den Alterungsprozess und damit zusammenhängend das Auftreten altersbedingter Erkrankungen mitbestimmen. Auch bei diesen Krankheiten gibt es zahlreiche Unterschiede zwischen Mensch und Tier.
Was jeder von uns fürchtet, wie z. B. Schlaganfall, Herzinfarkt, Arteriosklerose und Bluthochdruck, spielt bei unseren Haustieren nur eine untergeordnete Rolle. Als Tierärzte möchten wir bei unseren alten Patienten vielmehr alles über Knochen- und Gelenksbeschaffenheit, Ernährungszustand sowie Erscheinungsbild von Haut, Augen, Gehör und Rachenraum wissen. Die ständige Abnahme der Leistungsfähigkeit und Abwehrkraft führt dazu, dass irgendwann eine Grenze erreicht wird, ab der der Körper die alltäglichen Gesundheitsgefährdungen nicht mehr abwehren kann und sich eine Krankheit entwickelt.
Doch wie in der menschlichen Altenheilkunde können wir auch beim Tier die Lebensqualität im Alter zum Teil wesentlich verbessern. So stehen auch in der Tiermedizin zahlreiche Möglichkeiten zur Verfügung, beispielsweise Blutanalysen, Röntgen- und Ultraschalluntersuchungen, Elektrokardiogramme u. a., mit denen sich ein veränderter Körperzustand rechtzeitig erkennen lässt. Die Behandlungsmöglichkeiten und damit die Aussicht auf Heilung sind umso besser, je früher eine Krankheit erkannt wird. Die Medizin kann wertvolle Unterstützung leisten und lebensverlängernd einwirken, auch wenn Störungen wie Gewichtsveränderungen, erhöhte Stressempfindlichkeit, Veränderungen an Zähnen und Zahnfleisch, Verhaltensveränderungen, Harninkontinenz, Tumore oder Anämien bereits begonnen haben. Deshalb sollte ein Tier ab einem gewissen Alter (große Hunderassen ab ca. 6 Jahre, kleine Hunderassen und Katzen ab ca. 8 Jahre) mindestens einmal jährlich einem geriatrischen „Check-up“ in einer tierärztlichen Praxis unterzogen werden. Lassen Sie sich von Ihrem Haustierarzt beraten über eine altersgerechte Fütterung und eventuelle sinnvolle Gaben von geriatrischen Medikamenten. So können Sie mit entsprechenden prophylaktischen Maßnahmen selbst viel dazu beitragen, dass Ihr Tier auch noch im hohen Alter fit und vital ist.