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Dystokie

Martin R. aus Illetas fragt:

Unsere Hündin ist trächtig und soll demnächst ihre Jungen bekommen. Wie genau können wir den Geburtszeitpunkt errechnen und beim Auftreten welcher Probleme sollten wir den Tierarzt konsultieren?

 

Lieber Martin!


Die durchschnittliche Trächtigkeitsdauer beträgt bei Hunden 63 Tage. Dabei wird der erste Deckakt zugrunde gelegt. Allerdings braucht man sich nicht zu beunruhigen, wenn der errechnete Geburtszeitpunkt überschritten wird oder die Hündin zu einem früheren Zeitpunkt in die Geburtsphase eintritt. Zeigt das Tier keine gesundheitlichen Störungen, kann ein Schwankungsbereich von 57 bis 72 Tagen durchaus normal sein. Allerdings sollte man zuvor eine Ultraschalluntersuchung des tragenden Tieres gemacht haben, um zu wissen, ob alle Welpen lebendig sind oder ob beispielsweise Einfrüchtigkeit vorliegt. Sind tote Welpen vorhanden kann es zur erheblichen gesundheitlichen Gefährdung des Muttertiers kommen und bei Vorhandensein von nur einem Welpen kann das Übertragen die Überlebenschancen des Jungen beeinträchtigen. Wenn alle Voruntersuchungen unauffällig verliefen und das Muttertier munter und gesund erscheint, besteht kein Grund vor dem 69sten Trächtigkeitstag in irgendeiner Form geburtshilfliche Maßnahmen einzuleiten.

In den Tagen vor dem errechneten Geburtstermin misst man regelmäßig die Körpertemperatur des Hundes, die sich im Normalfall bei 38° C einpendelt. Sinkt die Körpertemperatur um 1° C oder mehr ab, ist die Geburt innerhalb von 12 bis 24 Stunden zu erwarten. Während des Gebärens steigt die Körpertemperatur wieder an. Man sollte das Muttertier möglichst nicht stören und den Geburtsablauf sehr diskret beobachten.

Einen Tierarzt, Martin, sollten Sie dann hinzuziehen, wenn sich folgende Anzeichen einer so genannten "Dystokie", nämlich eines gestörten Geburtsablaufs, einstellen:
- Der Wiederanstieg der Köpertemperatur liegt über 24 Stunden zurück, aber es wurde noch kein Welpe bzw. noch nicht alle Welpen geboren.
- Die Hündin verliert Fruchtwasser bevor ein sichtbares Geburtsgeschehen eingesetzt hätte.
- Zwischen der Geburt einzelner Welpen liegen mehr als vier Stunden oder der gesamte Geburtsverlauf dauert über 12 Stunden.
- Das Muttertier zeigt anhaltende Presswehen, ohne eine Frucht zu gebären.
- Auch das Auftreten von anormalem Ausfluss, wie beispielsweise grünem oder übel riechendem Schleim, ist ein Alarmsignal.
Nicht zuletzt ist es auf jeden Fall unumgänglich den Tierarzt aufzusuchen, wenn das Muttertier krank wirkt (Teilnahmslosigkeit, Muskelzittern) oder Anzeichen von Schmerzen zeigt (aufgekrümmter Rücken, anhaltendes Stöhnen).