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Kaiserschnitt

Martin R. aus Illetas fragt weiter:

Bei unserer Hündin handelt es sich um eine Boxerhündin, die von einem Rottweilermischling gedeckt wurde. Kann man einen Kaiserschnitt machen, wenn die Welpen sehr groß sind und wie geht das vor sich?

 

Lieber Martin!


Ja, sicherlich kann man einen Kaiserschnitt machen, wenn die Situation es erfordert. Dieser Eingriff ist in der Tiermedizin sogar sehr oft notwendig, wenn Geburtsstörungen vorliegen.
Vor der Operation muss zunächst besprochen werden, ob eine reine Schnittentbindung durchgeführt werden soll oder ob eine gleichzeitige Ovariohysterektomie, also eine Kastration der Hündin erwünscht ist. Ein erhöhtes Risiko durch die gleichzeitige Entfernung der inneren Geschlechtsorgane besteht nicht.

Daraufhin wird eine Blutuntersuchung durchgeführt und eventuell vorhandene Veränderungen werden nach Möglichkeit präoperativ korrigiert. Die Hündin wird mittels Infusion sowie gegebenenfalls durch Sauerstoffzufuhr stabilisiert. Es folgt die Narkoseeinleitung mit einem intravenös verabreichten Medikament. Schläft das Tier, wird ein Schlauch in die Luftröhre eingeführt, durch den ein gasförmiges Anästhetikum verabreicht wird (="Inhalationsnarkose"). Jetzt wird rasiert und das Operationsfeld für die Chirurgie vorbereitet. Ist die gewünschte Narkosetiefe erreicht, wird die Hündin in Rückenlage gebracht. Dann werden der Bauch und danach die Gebärmutter geöffnet.

Die Welpen werden so zügig als möglich entwickelt und vom bereitstehenden Team reanimiert, da sie zunächst auch von der Narkose betroffen sind. Danach wird der Uterus entweder entfernt oder vernäht, je nachdem, wie der Eingriff vor Beginn besprochen wurde. Während der Dauer der Operation werden die Herz- und Atemfrequenz sowie die Sauerstoffsättigung des Bluts maschinell überwacht.

Nach Abschluss der Schnittentbindung wird das Gesäuge des Muttertiers gereinigt und die Welpen werden noch in der Nachschlafphase angelegt. Dabei werden der Milchfluss der Hündin sowie die Atmung und das Trinkverhalten der Welpen überprüft.

Wenn die Patientin völlig wach ist und man sicher sein kann, dass die Welpen von der Mutter akzeptiert wurden, ist die tierärztliche Intervention abgeschlossen. Die kleine Familie, Martin, darf dann umgehend nach Hause.