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Mastzelltumoren beim Hund (I)

Roberto Ö. aus Santa Ponsa fragt:

Aus gegebenem Anlass möchten wir Sie bitten, das Thema Mastzelltumoren beim Hund etwas zu erläutern.

 

Lieber Roberto!


Mastzellen (Mastocyten) sind zu den weißen Blutkörperchen zugehörige Blutzellen. Sie haben bestimmte Botenstoffe gespeichert wie Heparin, Histamin, Prostaglandine, Cytokinine und mehr. Eine wichtige Rolle spielen diese Zellen in der Immunabwehr, bei der Wundheilung und vor allem auch bei Allergien. Leider sind die Mastocyten auch dafür bekannt, dass sie sich in Tumorzellen verwandeln können. Diese "neoplastische Transformation" kann sich sowohl in einzeln oder multipel auftretenden Hauttumoren äußern als auch in einer krankhaften Anhäufung im Knochenmark oder in inneren Organen. Hunde sind für das Auftreten von Mastzelltumoren (MCT) in der Haut unter allen Säugetieren prädestiniert. Wieso ein MCT entsteht ist nicht bekannt, aber wahrscheinlich handelt es sich dabei um eine so genannte multifaktorielle Erkrankung, also eine Krankheit, die durch das Zusammenkommen mehrerer verschiedener Ursachen ausgelöst wird. Auch eine erbliche Disposition ist wahrscheinlich, da es bestimmte Hunderassen gibt, bei denen MCT gehäuft auftreten. Bei Boxern, Boston Terriern und American Staffordshireterriern ist insbesondere die Hinterhand betroffen, beim Rhodesian Ridgeback der Schwanz und bei Settern der Kopf. Zu den Rassen, bei denen MCT an allen möglichen Hautstellen auftreten können zählen u. A. Golden Retriever, Labrador Retriever, Dackel, Cocker Spaniel, Beagle, Schnauzer und Shar-Peis. Die Mehrzahl der Tiere erkrankt zwischen dem 7. und 9. Lebensjahr, wobei der Tumor kein bestimmtes Geschlecht bevorzugt. Das Erscheinungsbild der Tumoren korreliert meistens mit dem Grad ihrer Bösartigkeit. Weniger bösartige Tumoren zeigen sich als einzelne feste, sehr langsam wachsende Knoten, meist nicht größer als 1 bis 4 Zentimeter, die manchmal haarlos aber nie geschwürig verändert sind. Sie können auch weich sein und dann leicht mit Fettgeschwülsten verwechselt werden.
Sind die MCT bösartiger, wachsen sie meist schneller und verursachen oft eine Irritation des umliegenden Gewebes. Rötungen, Schwellungen, Schmerz und/oder Juckreiz können Begleiterscheinungen sein. Auch Geschwüre kommen in diesem Stadium vor. Mastzelltumoren, Roberto, sind in jedem Fall sehr ernst zu nehmen und für die Prognose ist eine genaue diagnostische Aufarbeitung unabdingbar.