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Brunst

Rosa V. aus Porto Colom fragt:

Unsere Hauskatze war dieses Jahr schon dreimal „rollig“ und unsere gleichaltrige kleine Hündin nur einmal im Februar. Kann das normal sein?

 

Liebe Rosa!


Oh ja, das ist durchaus normal! Denn der Ablauf des Sexualzyklus verhält sich bei den einzelnen Tierarten völlig verschieden. Im Gegensatz zum menschlichen Menstruationszyklus mit anschließender Menopause gibt es bei Tieren die so genannte Brunst, medizinisch auch Östrus genannt. Der Östrus setzt sich bei weiblichen Tieren bis zum Tod fort und wird nur durch Krankheiten oder durch Trächtigkeiten unterbrochen. Die Pausen zwischen jeder Brunst nennt man Anöstrus. Verschiedene Tierarten kommen verschieden häufig in die Brunst. Tiere, die in einem Jahr mehrere Sexualzyklen durchlaufen, nennt man daher „polyöstrische“ Tiere. Darunter fallen beispielsweise Hausrind, Hausschwein, Kaninchen und auch Katzen. Tiere, die zwei Sexualzyklen durchlaufen, sind dementsprechend „diöstrisch“. Das trifft auf den Hund zu. Und schließlich gibt es „monoöstrische“ Tiere, also Tiere mit nur einem Zyklus im Jahr. Das sind vor allem Wildtiere wie Rehe, Hirsche oder Wildschweine.
Der Östrus dauert nur wenige Tage und zeigt beim weiblichen Säugetier die Begattungsbereitschaft an. An den inneren Geschlechtsorganen reifen Eizellen und der Eisprung findet gegen Ende der Brunst statt. Bei manchen Tieren, beispielsweise bei den Katzen, wird der Eisprung erst durch den Deckakt ausgelöst. Gleichzeitig mit der Reifung der Eizellen wächst die Schleimhaut in der Gebärmutter, um das befruchtete Ei aufnehmen zu können.
Äußerlich zeigt der Körper diese Fortpflanzungsbereitschaft vor allem durch die Brunstsymptome einer stark durchbluteten und angeschwollenen Vulva an. Die Tage direkt nach dem Östrus nennt man Nachbrunst oder Metöstrus. In dieser Zeit klingen alle Brunstsymptome ab. An den Eierstöcken reift ein so genannter Progesteron produzierender Gelbkörper. Die Drüsen in der Gebärmutter produzieren Sekrete. Kam es zu einer Befruchtung der Eizelle, folgt jetzt die Zeit der Trächtigkeit. Fand keine Befruchtung statt, folgt der Diöstrus oder die Zwischenbrunst. Der Diöstrus ist bei den verschiedenen Tierarten von sehr unterschiedlicher Zeitdauer. In diesen Tagen bilden sich sowohl der Gelbkörper als auch die Drüsen und die angeschwollene Schleimhaut der Gebärmutter wieder zurück.
Bei den verschiedenen Tierarten ist der Zyklus von sehr unterschiedlicher Zeitdauer. Sogar innerhalb derselben Spezies gibt es große Variationen. Beim Hund kann er zwischen 16 und 56 Wochen, bei den Katzen 2 – 7 Wochen betragen. Daher sind Hund und Katze unterschiedlich oft „rollig“, bzw. „läufig“.