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Mastzelltumoren beim Hund (II)

Roberto Ö. aus Santa Ponsa fragt:

Der Mastzelltumor, den man bei unserem Golden Retriever entfernt hat, wurde in einem Labor untersucht und als G1 und gut differenziert beurteilt. Was bedeutet das für unseren Hund?

 

Lieber Roberto!


Das Tumor-Grading ist ein Maß für den Ausreifungsgrad bzw. den Differenzierungsgrad einer Tumorzelle. Es sagt aus, wie sehr die Zelle noch ihrem normalen Erscheinungsbild – in Ihrem Fall also einer Mastzelle – ähnlich sieht. Je unähnlicher die Tumorzelle ihrer Ausgangszelle wird, desto ernster ist die Tumorerkrankung. Man unterscheidet üblicherweise drei Stufen: G1 = gut differenziert, also der Ursprungszelle noch sehr ähnlich, G2 = mittelgradig differenziert und G3 = schlecht differenziert. Auch Zwischenstadien kommen vor.
Diese histopathologische Klassifizierung hilft uns insofern die Tumoren einzustufen, als wir dadurch eine Aussage über ihre Bösartigkeit (= Malignität) machen können. Das wiederum ist ein wesentlicher Punkt für den voraussichtlichen Verlauf und für die Prognose der Krankheit. Je bösartiger eine Tumorzelle ist, desto schneller teilt sie sich, d. h. desto schneller wächst der Tumor. Dabei ist es auch wichtig, ob die Zellen "invasiv" wachsen, d. h. ob sie sich zwischen andere Zellgewebe hineindrängen, oder ob sie als Zellknäuel, also als sichtbare "Beulen" und abgegrenzt von anderen Zellverbänden entstehen. Maligne Tumoren neigen dazu, an derselben oder an anderen Stellen erneut zu wuchern (Metastasenbildung) und/oder invasiv zu wachsen.

Für Ihren Hund, Roberto, ist die Labordiagnose den Umständen entsprechend sicherlich eine gute Nachricht. Wenn der gesamte Knoten entfernt wurde, d. h. das umgebende Gewebe als gesund eingestuft werden konnte, keine anderen Krankheitszeichen vorhanden sind oder waren und die umliegenden Körperlymphknoten an der Tumorkrankheit nicht beteiligt sind oder waren, können gut differenzierte Mastzelltumoren bei entsprechender Therapie geheilt werden.