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Mastzelltumoren beim Hund (III)

Roberto Ö. aus Santa Ponsa fragt:

Was für Therapiemöglichkeiten gibt es heute zur Heilung von Mastzelltumoren bei Hunden?

 

Lieber Roberto!


Maßgebend für die Behandlung von Mastzelltumoren ist zunächst die Stelle, an der ein Tumor auftritt und die pathohistologische Einstufung der Zellwucherung. Wir unterscheiden im Wesentlichen zwischen Grad 1 bis 3, das bedeutet von "weniger bösartig" zu "sehr bösartig".

Bei Grad 1- und Grad 2-Tumoren ist die vollständige chirurgische Entfernung ein wesentlicher Bestandteil der Behandlung. Dabei bedeutet vollständige Entfernung, dass die Umfangsvermehrung mit einem Rand von 2 bis 3 cm gesundem Gewebe umschnitten werden sollte. Das kann, je nach Größe und Lokalisation (Gesicht, Zehen) u. U. eine chirurgische Herausforderung, wenn nicht sogar undurchführbar sein. Möglicherweise hilft eine präoperative Kortisonbehandlung, die Zellmassen zu verdichten und die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, klare Tumorgrenzen zu erhalten. Im Bereich der Extremitäten sollten Amputationen, beispielsweise von Zehengliedern, unbedingt mit in Betracht gezogen werden. Bleibt bei der Operation tumoröses Restgewebe zurück, taucht der Tumor in über 20 % aller Fälle nach kurzer Zeit wieder auf.
Bei Grad 2- bis Grad 3-Mastzelltumoren reicht eine chirurgische Intervention nicht aus. Hier wird die Chemotherapie eingesetzt. Bis dato gibt es vier verschiedene chemotherapeutische Protokolle, die sich in der Behandlung des "caninen cutanen Mastozytoms" – wie diese Tumorkrankheit auch heißt – bewährt haben. Wenn die Möglichkeit einer unterstützenden Bestrahlungsbehandlung besteht, sollte diese unbedingt genutzt werden.
Natürlich, Roberto, ist die Prognose nicht nur von der Behandlung abhängig, sondern vor allem vom Bösartigkeitsgrad der Geschwulst. Während Grad 1-Tumoren möglicherweise ausgeheilt werden können, ist die Lebenserwartung bei Hunden, die mit Grad 3-Tumoren befallen sind, fast in jedem Fall verkürzt. Außerdem können mehr oder weniger schwere Krankheitszeichen – sowohl vom Tumor als auch von der Therapie verursacht – auftreten. Schlechte Wundheilung, Blutungen, Magen-Darmgeschwüre mit starken Schmerzzuständen sind nur einige Symptome, die oft mit der Krankheit in Zusammenhang gebracht werden müssen.
Letztendlich sollte daher – bei allen unseren Entscheidungen – immer das Wohlbefinden des Hundes im Vordergrund stehen.