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Nestlingskrankheit beim Wellensittich

Martha J. aus Santa Ponsa fragt:

Wir haben uns heute bei einem privaten Züchter nach jungen Wellensittichen für unsere Zimmervoliere umgesehen. Bei einer Brut wunderschöner weiß-grauer Vögel war eines der Jungen fast nackt. Sollen wir vom Kauf bei diesem Bestand Abstand nehmen?

 

Liebe Martha!


Möglicherweise handelt es sich bei dem federlosen Jungtier um einen Vogel, der von der so genannten Nestlingskrankheit befallen ist.

Die Nestlingskrankheit entsteht durch die Infektion mit einem Papova-Virus, das zur Gruppe der Polyomaviren gehört. Die Nestlinge infizieren sich im Alter von einem bis 21 Tagen, wobei der Erreger sich in Haut und Federwurzeln vermehrt. Übertragen wird das Virus von den Elterntieren, beispielsweise beim Füttern oder durch Federstaub. Dabei können die ausgewachsenen Vögel Virusträger sein, ohne dass man es ihnen ansieht, denn erwachsene Tiere erkranken nicht. Viele der virusbefallenen Jungvögel sterben an der Krankheit, bevor sie flügge werden, meist nach 14 Tagen bis drei Wochen.

Eine Behandlung gibt es nicht. Die überlebenden Jungen fallen durch ihre abnorme Befiederung auf. Das Daunengefieder ist spärlich, genauso die Fadenfedern an Kopf und Hals. Das Deckgefieder fehlt vollkommen. Schwanz und Konturfedern sind zwar vorhanden, wachsen aber nur sehr zögerlich und viel später als bei den Altersgenossen. Überleben die betroffenen Tiere, wächst nach der ersten Mauser das Gefieder vollkommen normal nach.
Allerdings möchte ich Ihnen vom Kauf eines Jungvogels aus dem betroffenen Bestand abraten. Denn obwohl die Brutgeschwister normal aussehen, können sie Veränderungen an den inneren Organen mitbekommen haben. Außerdem besteht im Vergleich zu virusfreien Vögeln eine erhöhte Gefahr, dass die betroffenen Tiere im Laufe ihres Lebens eine Tumorerkrankung entwickeln.