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Entenhaltung

Erika R. aus Capdepera fragt:

Wir haben eine Wasserquelle auf unserem großen Grundstück und würden es gerne mit etwas Ziergeflügel beleben. Könnten Sie uns ein wenig in die Entenhaltung einführen?

 

Liebe Erika!


Als „Anfänger“ sind Sie sicher gut beraten, sich robuste Arten wie Peking-, Moschus- oder Laufenten bzw. Mischlinge davon zuzulegen. Diese Entenrassen sind leicht zu bekommen, da sie auch wirtschaftlich genutzt werden und recht anspruchslos in ihren Bedürfnissen sind.
Pekingenten sind Nachkommen der wilden Stockenten. Sie sind rein weiß. Moschusenten sind südamerikanischen Ursprungs, kommen in verschiedenen Farbschlägen vor und haben ein warziges, nacktes Gesicht mit Schnabelhöckern, was ihnen das charakteristische Aussehen verleiht. Sie sind stumm. Mischlinge zwischen den Rassen gibt es in allen erdenklichen Farbkombinationen und mit verschiedenen Lautäußerungsmöglichkeiten. Je nach Gewicht und Größe sind auch die Mischlinge flugfähig, gute Schwimmer und gut zu Fuß.
Enten sind Allesfresser. Ihr Nahrungsspektrum reicht von Pflanzen und Samen bis zu Insekten und Würmern. Sie leben in komplexen sozialen Strukturen und halten sich viel im Wasser auf. Ein großer Teil ihres Tagesablaufes nimmt die Gefiederpflege in Anspruch. Nach dem Baden werden Schüttelbewegungen ausgeführt, das Gefieder wird mit dem Schnabel akribisch nach Fremdkörpern abgesucht und mit Öl aus der so genannten Bürzeldrüse eingefettet.
Um eine artgerechte Haltung zu gewährleisten, sollte den Enten ein Stall mit sauberer, trockener Einstreu zur Verfügung stehen, von dem aus sie einen Zugang zur Weide und zur Bademöglichkeit haben. Futter- und Tränkeeinrichtungen müssen leicht zu reinigen sein, denn Enten haben keine „feinen Manieren“. Sie watscheln, gründeln und baden auch in Trögen und Näpfen, wo es danach entsprechend aussieht. Enten sind sozial lebende Tiere und sollten in Gruppen gehalten werden. Stehen keine natürlichen Wasserflächen von ausreichender Größe zur Verfügung, müssen Becken künstlich angelegt werden. Dabei ist zu berücksichtigen, dass deren Sauberhaltung mit einem erheblichen Aufwand verbunden ist, denn badende Enten verursachen eine starke Verkotung des Beckens. Ein gut befestigter Beckenboden und regelmäßiges Entleeren sollten also einkalkuliert werden.
Als Grundnahrungsmittel kann handelsübliches Kraftfutter – wie es auch für Hühner auf dem Markt erhältlich ist – verwendet werden. Auch gedämpfte Kartoffeln, Garten- oder Küchenabfälle kann man verfüttern. Steht ein bewachsener Auslauf zur Verfügung, nehmen Enten beträchtliche Mengen an Grünfutter, Samen, Früchte und Kleintiere auf.
Man sollte versuchen, die Tiere an die Anwesenheit von Menschen zu gewöhnen. Die häufige Anwesenheit des Tierbetreuers und eine positive Kontaktaufnahme mit den Tieren reduziert deutlich deren Stressbelastung. Und nicht zuletzt trägt eine gute Mensch-Tierbeziehung nachweislich zu einem besseren Gesundheitszustand von Tieren in Gefangenschaft bei.