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Blutgruppen bei Tieren

Horst T. aus Algaïda fragt:

Gibt es bei Tieren auch Blutgruppen so wie bei uns Menschen?

 

Lieber Horst!


Ja, durchaus. Blutgruppensysteme kommen bei allen Säugetieren vor. Der Begriff kommt daher, dass es innerhalb jeder Spezies rote Blutkörperchen (= Erythrozyten) gibt, die eine unterschiedliche Oberfläche aufweisen. Die Unterschiede werden durch verschiedene Eiweiße geprägt, die an die Oberfläche angeheftet sind und als Antigene wirken. Je nach vorkommenden Antigenen werden die Erythrozyten in Gruppen zusammengefasst, den so genannten Blutgruppen.
Beim Hund sind über 12 verschiedene Blutgruppen bekannt. Sie werden DEA – dog erythrocyte antigen – genannt und durchnummeriert (DEA 1.1, DEA 1.2 usw.). Bei der Katze gibt es das A-, B- und AB-System, wobei fast 99% aller Katzen mit der Blutgruppe A ausgestattet sind.
Wichtig ist das Wissen um die Blutgruppen – natürlich auch in der Tiermedizin – für die Durchführung von Bluttransfusionen. Wenn es bei einer Blutübertragung zu einer Blutgruppenunverträglichkeit kommt, wird das Empfängertier heftig reagieren. Ruhelosigkeit, Speicheln, Erbrechen und Atemnot sind die häufigsten Anzeichen. Die Symptome können sich durch Herz-Kreislaufprobleme verschlimmern und zum Schockzustand führen.
Bei Hunden ist eine Bluttransfusion zunächst unproblematisch. Sie haben keine natürlich vorkommenden Antikörper gegen die verschiedenen Blutgruppen, so dass eine Ersttransfusion meist bedenkenlos und ohne vorherige Tests durchgeführt werden kann. Bei evtl. erforderlichen weiteren Transfusionen oder bei unbekannter Vorgeschichte des Tiers ist es jedoch unbedingt erforderlich, die Kompatibilität der Blutgruppen vor der Übertragung zu prüfen, um die oben beschriebenen potenziell lebensgefährlichen Reaktionen zu vermeiden.
Anders verhält es sich bei Katzen. Die Gefahr einer Inkompatibilitätsreaktion besteht – genau wie beim Menschen – schon vor der ersten Transfusion. Das heißt, dass auf jeden Fall eine so genannte Kreuzprobe durchgeführt werden muss, auch wenn das Tier vorher noch nie eine Transfusion bekommen hat. Die Kreuzprobe zeigt uns an, ob Spenderblut und Empfängerblut „kompatibel“ sind. Erst dann kann eine Blutübertragung stattfinden.
Ob Kaninchen oder Pferd: Bei jeder Säugetierart kommen andere Systeme vor. Diese muss man kennen, bevor man eine lebensrettende Blutspende einleitet.