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Raubmilben (Cheyletiellen)

Christian Sch. aus Cala Pi fragt:

Unser Hund hat Milchschorf oder so etwas Ähnliches. Was können wir dagegen tun?

 

Lieber Christian!


Was für Sie wie Milchschorf aussieht, könnte u. U. eine durch die Raubmilbe Cheyletiella hervorgerufene Erkrankung sein. Cheyletiellen sind Parasiten, die sich auf der Hautoberfläche aufhalten und sich hauptsächlich von Gewebeflüssigkeiten ernähren, welche beim Durchbohren der Haut aufgenommen werden. Die gesamte Entwicklung einer derartigen Raubmilbe dauert ca. 3 Wochen und spielt sich vollständig auf dem Wirtstier ab. Die Milben sind weißlich, verglichen mit anderen Milben sehr groß und haften ihre Eier an den Fellhaaren an. Auf dem befallenen Tier entwickelt sich in der Regel das typische Symptom eines starken trockenen Schuppenbefalls, meist auf dem Rücken und an den Ohrmuscheln, der von heftigem Juckreiz begleitet sein kann. Im Englischen nennt man die Krankheit bezeichnenderweise auch „walking dandruff“ (= wandernde Schuppen).

Cheyletiella-Milben sind hoch ansteckend, sowohl für andere Tiere als auch bei engem Kontakt für den Menschen. Befallene Personen zeigen Hautausschläge, die aber rasch abheilen, wenn keine Neuinfektion erfolgt, da der Parasit auf Menschenhaut kein optimales Lebensmilieu vorfindet und nur kurz verbleibt.

Die Diagnose einer Cheyletiellose ist relativ leicht zu stellen. In der Regel wird mit einem durchsichtigen Klebeband ein Abklatschpräparat von der Hautoberfläche genommen und mikroskopisch untersucht. Die Behandlung erfolgt mit denselben Medikamenten, wie sie bei Räudebehandlungen eingesetzt werden und führt in der Regel schnell zum Erfolg. Die Milben und auch deren Larven und Nymphen leben obligat parasitär, d. h. sie können unabhängig vom Wirt nicht lange überleben. Daher ist eine Umgebungssanierung bei der Cheyletielleninfektion nicht so wichtig wie beispielsweise bei einem Flohbefall, bei dem die verschiedenen Entwicklungsstadien der Parasiten monatelang in der Umgebung persistieren können.