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Herzwürmer (Dirofilariose)

Heinz M. aus Alcudia fragt:

Wir leben schon seit vielen Jahren auf Mallorca und haben unsere Hunde immer regelmäßig entwurmt und mit entsprechenden Maßnahmen gegen Leishmaniose geschützt. Jetzt sagen uns Nachbarn, dass wir auch etwas gegen Herzwürmer machen müssten. Davon haben wir noch nie gehört. Stimmt das denn?

 

Lieber Heinz!


Herzwürmer – oder auch Dirofilarien genannt – waren bis jetzt keine Gefahr in Mallorca. Der Parasit kommt zwar weltweit in vielen warmen Ländern vor, so auch in vielen Gegenden auf dem spanischen Festland und sogar auf unserer Nachbarinsel Ibiza, aber bis zu uns war er bislang nicht vorgedrungen. Allerdings traten jetzt aktuell zwei Fälle im Norden unserer Insel auf, wobei einer ganz sicher in Mallorca angesteckt worden war.
Herzwürmer werden von Moskitos übertragen. Daher tritt die Infektion gehäuft in der Nähe von Feuchtgebieten auf. Viele Tiere – auch Hund und Katze und gelegentlich sogar der Mensch – können befallen werden. Beim Hund kann der Wurm bis zu fünf Jahre im Körper existieren, ohne Krankheitssymptome hervorzurufen. Er befällt vorwiegend das rechte Herz, die Lungenarterien und die vordere Hohlvene. Wird die Infektion irgendwann massiv, beginnt das Tier unter Herz-Kreislaufproblemen zu leiden. Herzinsuffizienz, Herzrhythmusstörungen, Ödeme im Brustkorbbereich oder Bauchwassersucht können die Folgen sein. Bei anderen Symptomen, wie beispielsweise Fieber, Schwäche, Atemprobleme und Husten, muss man an eine vorangegangene Embolie denken, denn Wurmmassen können sowohl Lungengefäße als auch Hohlvene verstopfen. Eine weitere Problematik der Dirofilariose sind die Folgen einer überschießenden Immunreaktion des körpereigenen Abwehrsystems auf den Parasiten. Dadurch können Nierenversagen oder allergische Pneumonien auftreten.
In manchen Fällen kommt es auch zu entzündlichen Veränderungen der vorderen Augenkammer, wenn Würmer dorthin verstreut wurden.
Um auf Ihre Frage zurückzukommen: Im Moment scheint die Dirofilariose bei uns in Mallorca noch die Ausnahme zu sein. Aber im Hinblick auf den expansiven Charakter, den diese Parasiten in Europa zeigen, wird es in Zukunft sicherlich ratsam sein, unsere Hunde prophylaktisch vor derartigen Erkrankungen rechtzeitig und regelmäßig zu schützen.