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Haltung potentiell gefährlicher Hunderassen

Michael T. aus Palma fragt:

Wir haben unseren Rottweilermischling aus Deutschland mitgebracht, als wir hierher gezogen sind. Wir möchten ihn auch gern regulär anmelden, obwohl er einem Rotti gar nicht ähnlich sieht. Jeder erzählt uns etwas anderes, was wir dazu bräuchten. Kennen Sie die genaue Sachlage?

 

Lieber Michael!


Ja, es gibt klare Bestimmungen (Ley 50/1999-Real Decreto 287/2002). Folgende Rassen oder Kreuzungen mit diesen Rassen werden als potenziell gefährlich eingestuft und erfordern eine Halterlizenz: Pitt Bull Terrier, Staffordshire Bull Terrier, American Staffordshire Terrier, Rottweiler, Dogo Argentino, Fila Brasileiro, Tosa Inu und Akita Inu. Außerdem fallen unter dieses Gesetz alle kurzhaarigen Hunde über 20 kg Körpergewicht, die sämtliche oder einen Großteil der folgenden Merkmale aufweisen: kräftig, stark bemuskelter und athletisch wirkender Körperbau mit einem Brustumfang zwischen 60 und 80 cm und einer Widerristhöhe zwischen 50 und 70 cm. Voluminöse viereckige Schädelform mit breiter Stirn und großen, starken Unterkiefern. Kräftiges, breites Maul und ausgeprägte, gewölbte Backenmuskulatur. Der Hals kurz und voluminös, die Brust breit und massig mit tiefem, ausgeprägtem Rippenbogen. Die Rückenpartie kurz und gut bemuskelt, die Vorderbeine gerade, kräftig und in paralleler Haltung, die Hinterhand langbeinig, mäßig gewinkelt und stark bemuskelt. Weitere Kriterien sind Behändigkeit, Zähigkeit und Wesenszüge, die sich durch Unerschrockenheit, Mut und selbstbewusstes Auftreten auszeichnen.

Unabhängig vom äußeren Erscheinungsbild gelten außerdem als potenziell gefährliche Hunde diejenigen, die einen erkennbar aggressiven Charakter zeigen oder bereits gegenüber anderen Hunden oder Personen Aggressivität demonstriert haben.

Besitzt man einen Hund, auf den obige Beschreibung zutrifft, muss man bei der Behörde eine Lizenz zur Haltung dieses Tiers beantragen. Die Bedingungen für eine Beantragung sind Volljährigkeit, deliktfreies polizeiliches Führungszeugnis und ein medizinisches Attest, in dem bescheinigt wird, dass man physisch und psychisch in der Lage ist, derartige Tiere zu beherrschen. Das Attest kann von jedem anerkannten medizinischen Zentrum ausgestellt werden.

Das Tier muss eindeutig gekennzeichnet und tierärztlich untersucht sein. Das tierärztliche Attest bestätigt, dass sich der Hund in einwandfreiem medizinischen Zustand befindet.
Gleichzeitig ist eine Haftpflichtversicherung vorzuweisen, in der Schäden an Dritten nicht unter 120.000 € versichert sind.

Hat man all diese Unterlagen zusammen, kann man in der Gemeinde, in der man gemeldet ist, einen Antrag zur Haltung gefährlicher Hunderassen stellen, der übrigens alle 5 Jahre erneuert werden muss.