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Hundetransport im Flugzeug

Michaela L.aus Deutschland fragt:
Meine Jack Russel sind 2 und 7 Jahre. Auf der Hinfahrt Deutschland/Mallorca kommen wir mit der Fähre, aber zurück nach Deutschland habe ich die Hunde für die Kabine im Flugzeug angemeldet, obwohl sie etwas schwerer als 6 Kilo sind. Sollte dies aufgrund des Gewichts beanstandet werden und sie müssten in den Frachtraum, wäre dies aus Ihrer Sicht für die Hunde zumutbar? Kann ich den Hunden Beruhigungsmittel geben?

 

Liebe Michaela!


Zunächst sollten Sie sich erkundigen, wie die Bestimmungen Ihrer Fluggesellschaft bezüglich von Tiertransporten lauten, denn die Transportvorschriften sind bei den einzelnen Airlines sehr unterschiedlich. Auf jeden Fall sind bestimmte Transportboxen vorgeschrieben – sowohl für Kabine als auch für den Frachtraum. Sie sollten die Hunde schon im Voraus an diese Boxen gewöhnen.

Die vorgeschriebenen Transportbehälter für den Frachtraum bestehen aus zwei zusammengeschraubten Kunststoffschalen, die mit Ventilationslöchern durchbrochen sind und an der Stirnseite eine verriegelbare Tür haben. Die Box muss der Größe des Hundes angemessen sein, d. h. er muss sich darin frei bewegen und ausgestreckt liegen können. Wenn die Tiere ihre Flugbox gut kennen und den Aufenthalt darin gewöhnt sind, werden sie sich beim Transport gleich wesentlich sicherer fühlen, denn der abgeschlossene und vertraute Raum gibt ihnen durchaus auch ein Gefühl der Geborgenheit und des Schutzes. Über die Sicherheit des Tiers während des Flugs brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen. Die Frachtboxen werden im Laderaum des Fliegers auf Blockbohlen festgezurrt.

Die Käfige werden so mit Abstand zueinander und zu anderer Ladung verstaut, dass eine ausreichende Luftversorgung gewährleistet ist. Sie dürfen nicht vor Öffnungen, Gebläsen oder an den Wänden verstaut werden. Daher sind die einzelnen Tiertransporte pro Flug auch – je nach Platzangebot – zahlenmäßig begrenzt.

Die Frage nach einem Beruhigungsmittel ist nicht pauschal zu beantworten. Das kommt ganz auf den Hund an. Die Reise – sowohl in der Kabine als auch im Frachtraum – wird eine Strapaze für ihn sein. Ist das Tier „flugerprobt“ und von eher stoischem Charakter, würde ich auf eine Sedierung verzichten. Reist der Hund zum ersten Mal auf diese Art, oder ist es ein nervöses Tier, kann eine Beruhigungstablette empfehlenswert sein, denn die Umgebung – gerade im Frachtraum – ist neu und sicherlich Angst einflößend. Obwohl Tiere nur in dafür vorgesehenen Laderäumen befördert werden, die in den Klimatisierungskreislauf der Kabinen eingebunden sind, ist es dort dunkel und laut. Beruhigen Sie das Tier, solange es noch unter Ihrem Einfluss steht, und verhalten Sie sich ganz normal, wenn Sie es in die Box einsteigen lassen, denn Ihre eigene Nervosität wird sich sonst leicht auf das Tier übertragen.

Als kleiner Tipp kann ich Ihnen raten, ein Namensschildchen an der Box anzubringen. Denn letztendlich kommt es auch auf die Mitarbeiter an, die den Hund in und aus dem Flieger befördern.
Wenn dann – in den entsprechenden Sprachen – sogar noch zu lesen wäre „Hallo, ich bin Bello, und dies ist mein erster Flug“, wird es wohl kaum einen Flughafenangestellten geben, der nicht ein paar beruhigende Worte oder ein sanftes Handling für den vierbeinigen Fluggast übrig hätte.