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Klinefelter-Syndrome

Michaela R. aus Porreras fragt:

Ich habe irgendwo gelesen, dass es keine dreifarbigen Kater gibt. Wir haben aber einen!
Was hat es damit auf sich?

 

Liebe Michaela!


In der Tat ist ein dreifarbiger Kater eine ausgesprochene Rarität! Das hat genetische Ursachen und hängt mit den Geschlechtschromosomen zusammen. Ich will kurz erklären, was es damit auf sich hat.

Chromosomen sind die Träger von Erbinformationen und die Geschlechtschromosomen enthalten – wie der Name schon sagt – die Information über das Geschlecht ihres Trägers. Die Geschlechtschromosomen werden mit den Buchstaben X und Y bezeichnet. Weibliche Tiere – übrigens wie auch bei Menschen – sind mit zwei X-Chromosomen ausgestattet, männliche Vertreter dagegen mit einem X- und einem Y- Chromosom.

Katzen haben insgesamt 19 Chromosomenpaare. Die genetische Information über die Fellfarbe wird immer und ausschließlich auf dem X-Chromosom vererbt. Zwei Grundfarben kommen vor, nämlich schwarz und orange. Weiß ist in diesem Sinn keine Farbe, sondern eine Mutation, die durch andere genetische Faktoren – unabhängig von den Geschlechtschromosomen – festgelegt wird.

Männliche Tiere haben also auf ihrem einen X-Chromosom entweder die Farbe Schwarz oder die Farbe Orange verankert. Zusätzlich kann die Farbe Weiß vorhanden sein. Da kein zweites X-Chromosom vorhanden ist, kann keine dritte Farbe vorkommen. Anders ist es bei einem weiblichen Tier, das ja zwei X-Chromosomen hat. Hier ist Weiß plus zwei andere Farben möglich. Wenn es also durch verschiedenfarbige Elterntiere zur Vielfarbigkeit kommt, kann man davon ausgehen, dass so ein Tier zwei X-Chromosomen hat.

Warum es dreifarbige Kater gibt, hängt dementsprechend auch mit einer genetischen Besonderheit zusammen: Es kommt vor – wenn auch selten – dass ein Chromosom zu viel auftaucht. Anstatt XY wird ein XXY geboren. Man kennt diese Mutation allgemein als Klinefelter-Syndrom. Solche Kater können auch dreifarbig sein und sie sind in der Regel unfruchtbar.