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Funktionsweise des Immunsystems

Helmut Z. aus Felanitx fragt:

Sie schreiben viel über Immunsystem und körpereigene Abwehr. Wie genau funktioniert das eigentlich?

 

Lieber Helmut!


Das Immunsystem ist ein sehr komplexes System, das nicht in einem einzigen Organ untergebracht ist, sondern im Körper verteilt arbeitet. Es funktioniert durch die Zusammenarbeit von Zellen und deren Produkte, von Geweben und Organen. Das Immunsystem hat die Aufgabe, den Organismus vor krank machenden Substanzen, vor allem vor Mikroorganismen, zu schützen.
Es ist für schädliche Substanzen zunächst nicht leicht, in einen Körper einzudringen.
Die Oberflächenstrukturen von Haut und Schleimhäuten, wo Schadstoffe eindringen könnten, bilden eine potente Barriere. Schadstoffe jeder Art werden also von Ohren, Augen, Haut, Atmungs- und Verdauungsapparat zunächst einmal abgewehrt.
Gelingt es dennoch einem "Eindringling", diesen Schutzwall zu durchbrechen, schreitet die körpereigene Abwehr ein. Hauptakteure des Immunsystems sind Zellen, die zur Gruppe der so genannten Lymphozyten gehören. Sie reagieren auf jeden einzelnen Schadstoff, sei es ein Virus oder ein Eiweiß, im Folgenden "Antigen" genannt, mit der Produktion eines spezifischen Gegenspielers, im Folgenden "Antikörper" genannt.
Im günstigen Fall vernichtet der Antikörper das Antigen. Es entsteht kein körperlicher Schaden. Bei vielen Antigenen produziert das Immunsystem außerdem "Gedächtniszellen", die dieses Antigen auch nach Jahren noch erkennen und es bei Kontakt gleich vernichten. Diesen Umstand macht man sich bei vorbeugenden Schutzimpfungen zunutze. Man lässt eine geringe Menge "Antigen", meist Viren, in den Körper eindringen, beispielsweise durch Injektion oder Schluckimpfung, und wartet auf die Produktion der schützenden Antikörper. Manche Impfungen brauchen eine regelmäßige Auffrischung, damit der Körper das Antigen nicht vergisst, andere halten viele Jahre an.
Im ungünstigen Fall ist der Schadstoff so aggressiv, dass es dem Immunsystem nicht gelingt, schnell und genügend Antikörper zu produzieren, um eine Erkrankung zu vermeiden. Besonders gefährlich wird es, wenn es den Eindringlingen gelingt, direkt ins Immunsystem einzubrechen, wie beispielsweise bei Aids.
Auch heutzutage ist das körpereigene Immunsystem noch die effizienteste Methode, um Krankheiten abzuwehren. Ganz besonders bei Virusinfektionen sind wir auf die Antikörper angewiesen, da wir noch kein Medikament kennen, was Viren vernichten könnte, ohne dem Wirtsorganismus empfindlich zu schaden.