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Teebaumöl Katze

Tanja H. aus Llucmajor fragt:

Meine Freundin gibt ihrer Katze zur Flohprophylaxe anstatt dieser chemischen Keulen natürliches Teebaumöl. Ich würde das auch vorziehen. Was meinen Sie dazu?

 

Liebe Tanja!


Leider kann ich ein Lied singen über die tierspezifischen Unverträglichkeiten von Teebaumöl, besonders bei Katzen.
Teebaumöl wird aus dem australischen Myrtengewächs Melaleuca alternifolia gewonnen. Es ist zwar ein „natürliches Produkt“, enthält aber dennoch pharmakologisch hochwirksame Substanzen wie beispielsweise Terpene und Phenole. Konzentriertes Teebaumöl wird durch die International Fragrance Association (IFRA) sogar als gesundheitsschädlich eingestuft.
Teebaumöl ist wie andere ätherische Öle auch für die meisten Haustiere giftig. Insbesondere bei Katzen endet eine Teebaumölvergiftung nicht selten tödlich. Katzen fehlt die Fähigkeit, Verbindungen, die in ätherischen Ölen enthalten sind, zu verstoffwechseln. Das bedeutet, dass diese Stoffe nicht oder nur sehr langsam ausgeschieden werden können und sich im Körper des Tieres anreichern. Typische Symptome solcher Vergiftungen sind Schwäche, Abmagerung, Zittern, Taumeln und Unruhe. In schweren Fällen folgt Koma und Tod. Aber auch wenn im Einzelfall keine akuten Vergiftungsanzeichen zu erkennen sind können Langzeitfolgen, insbesondere nach wiederholter Anwendung nicht ausgeschlossen werden.
Die verharmlosende Darstellung der Vertreiber dieser Produkte und der kritiklose Einsatz von „natürlichen Erzeugnissen“ durch den Verbraucher haben schon manchem Haustier schwer geschadet, zumal es sich nicht um ein standardisiertes Medikament handelt, sondern innerhalb der Produktreihen stark wechselnde Konzentrationen der Inhaltsstoffe auftreten.
Meine Antwort auf Ihre Frage lautet also: Die Anwendung von Teebaumöl bei Katzen ist ein unkalkulierbares Risiko und aus Tierschutzgründen abzulehnen.