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Mückenschutzapparate

Gerd K. aus Mallorca fragt:

vielen Dank für Ihren Artikel über Leishmaniose im MM.
Darf ich dazu eine Frage anfügen? Unser Tierarzt hält die elektrischen Mückenschutzapparate für ein gutes Mittel, auch den Hund zu schützen. In Deutschland habe ich im betreffenden Waschzettel eine Warnung für Haustiere gefunden. Können Sie dazu etwas sagen und eventuell gefährliche bzw. ungefährliche Substanzen nennen?

 

Lieber Gerd!


Zu Ihrer Frage möchte ich sagen, dass ich mich nicht auf einen elektrischen Mückenschutz zur Leishmanioseprophylaxe verlassen würde, zumal dieser nur innerhalb von Räumen sinnvoll ist. Immerhin geht es hier nicht darum, einen lästig juckenden Stich zu vermeiden, sondern um die Abwehr einer gefährlichen Infektionskrankheit.
Bei den elektrischen Mückenabwehrgeräten muss man zwischen den Biozidverdampfern und den chemiefreien, mit Ultraschall arbeitenden Apparaten unterscheiden. Biozidverdampfer verbreiten Repellentien, also chemische Substanzen, wie sie auch in Mückensprays verwendet werden. Leider ist die Verträglichkeit der verschiedenen Chemikalien für Hund und Mensch nicht gleich. Vor allem auch Katzen reagieren ausgesprochen empfindlich auf bestimmte Insektenabwehrmittel. Daher der Warnhinweis auf dem Beipackzettel Ihres Geräts!

Die chemiefreien Mückenabwehrgeräte produzieren hohe Töne und Ultraschallwellen. Außer der störenden Geräuschbelästigung sind sie für Mensch und Tier ungefährlich. Leider sind sie aber auch unwirksam. Kürzlich durchgeführte Tests im Bernhard-Nocht-Institut (BNI) für Tropenmedizin in Hamburg zeigten ernüchternde Ergebnisse: Keines der Ultraschallgeräte konnte Mücken abwehren oder vom Stechen abhalten. Obwohl die Versuche nicht mit den Leishmaniose übertragenden Sandmücken (Phlebotominae) durchgeführt wurden, ist nicht davon auszugehen, dass diese Gattung sich durch die Töne vom Stechen abhalten lässt.

In der Leishmanioseprophylaxe für den Hund sollte man sich auf diejenigen Produkte verlassen, die am Hund unter wissenschaftlich korrekten Bedingungen getestet und für gut befunden wurden, insbesondere auch im Hinblick auf die Verträglichkeit bei dieser Spezies. Dabei ist immer zu beachten: Repellentien, die für den Hund auf dem Markt sind, können für Katzen tödlich sein! Beraten Sie sich daher ausführlich mit Ihrem Tierarzt.