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Katzen und Raupen

Petra M. aus Llucmajor fragt:

Unsere Katze ist eine ganze Nacht nicht nach Hause gekommen, was sehr ungewöhnlich ist. Seit sie wieder da ist, läuft ihr Speichel aus dem Maul, sie frisst nicht und ist überhaupt ganz komisch. Meinen Sie, sie könnte Gift gefressen haben?

 

Liebe Petra!


Es ist Februar und auf unserer Insel gibt es eine Plage, die zu dieser Jahreszeit ihren Höhepunkt erreicht, nämlich die Wanderung der sogenannten Prozessionsspinnerraupen.
Bei der Geschichte, die sie mir über Ihre Katze schildern, müssen wir daher zuallererst daran denken, dass sie eventuell Kontakt mit diesen Insekten hatte.
Die Prozessionsspinnerraupen sind gelbschwarz gestreifte und behaarte Raupen, die momentan aus ihren Baumnestern den Baumstamm entlang absteigen und – durch einen weißen Faden verbunden – in einer Linie, der „Prozession“, über die Erde kriechen, um sich an einer geeigneten Stelle zum Verpuppungsprozess zu vergraben.
Die Raupenart, die bei uns vorkommt, lebt ausschließlich auf Kiefern und Pinien und ist sehr gefährlich für Mensch und Tier. Die langen Körperhaare werden bei der kleinsten Belästigung abgeworfen und verteilen ein Gift, auf das ein Säugetierorganismus sehr empfindlich reagiert. Es kommt sehr schnell zu heftigen Abwehrreaktionen des Immunsystems und dadurch zu allergischen Reaktionen des Körpers. Bei uns Menschen sind es meistens sehr stark juckende Hautausschläge und lokale entzündliche Reaktionen, kann aber individuell bis zum allergischen Schock führen. Bei unseren Haustieren ist es in der Regel die Maulhöhle, die betroffen ist, denn der Kontakt mit der Raupe findet über die Zunge statt. Schwellungen der Zunge, schwere schmerzhafte Entzündungen und Geschwüre im gesamtem Maul- und Rachenbereich sind die Folge. Es kommt vor, dass ganze Zungenstücke absterben.
Wenn es also denkbar ist, dass Ihre Katze in einer Gegend unterwegs war, in der Kiefern vorkommen, ist die Wahrscheinlichkeit im Moment leider sehr groß, dass sie mit Raupenhaaren in Kontakt kam. Bitte wenden Sie sich umgehend an den nächsten tierärztlichen Notdienst, um eine Behandlung einzuleiten. Nur so können die schlimmsten Folgen verhindert werden.