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Altersbedingte Herzkrankheiten bei Hunden

Gudrun J. aus Deutschland fragt:

Was gibt es denn für altersbedingte Herzprobleme bei Hunden und ab wann muss/soll ich das mit Medikamenten unterstützen?

 

Liebe Gudrun!


Im Prinzip sind zwei altersbedingte Krankheitsbilder von Bedeutung. Zum einen die so genannte Mitralisklappeninsuffizienz, die bei kleinen Hunden auftritt, und die so genannte dilatative Kardiomyopathie, unter der insbesondere große Hunderassen leiden.
Bei der Mitralisklappeninsuffizienz handelt es sich um eine altersbedingte Veränderung der Herzklappen. Herzklappen haben Ventilfunktion zwischen den Herzkammern. Verursacht durch Vernarbungen entsteht eine Verformung, die zur Folge hat, dass diese „Ventile“ nicht mehr richtig schließen. Kleinere Blutmengen werden fehlgeleitet, was mit der Zeit zu erhöhtem Blutdruck und Schädigung des Herzmuskels führt. Die Symptome sind Leistungsschwäche, schnelle Erschöpfung, Appetitlosigkeit und mit Fortschritt der Erkrankung auch Husten. Diese Klappeninsuffizienz bleibt vom Tierbesitzer oft lange Zeit unbemerkt, denn wenn der Hund beim Spazierengehen öfters stehen bleibt, um ausgiebig zu schnüffeln, oder Atempausen einlegt und träge wirkt, wird das meist als normale Alterungserscheinung missverstanden.
Die dilatative Kardiomyopathie ist eine Herzmuskelschwäche, die relativ schnell zu einer Verschlechterung des Gesundheitszustands führt. Die Muskelzellen des Herzens verlieren kontinuierlich ihre Kontraktionsfähigkeit. Dadurch wird der Herzschlag immer schwächer, was zur Folge hat, dass Lunge und Körper ungenügend durchblutet werden. Die Leitsymptome sind ähnlich wie oben, wenn auch meistens dramatischer.
Bei allen Herzkrankheiten hat die Frühdiagnose eine therapeutische Schlüsselfunktion. Schon bei den allerersten Anzeichen, die auf eine Herzerkrankung hindeuten könnten, sollte ein Tierarzt konsultiert werden. Ein Elektrokardiogramm gehört heutzutage zur Standardausstattung einer Kleintierpraxis und ist das erste Hilfsmittel zur Diagnose einer Herzerkrankung. Sind durch klinische Untersuchung und EKG signifikante Hinweise auf eine Störung gegeben, wird der Patient zum Herzspezialisten weitergereicht. Auch in der veterinärmedizinischen Kardiologie gibt es immer gezieltere Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten. Durch eine frühe und exakte Diagnose kann eine gezielte und adäquate Behandlung rechtzeitig eingeleitet und ihr weiterer Verlauf exakt kontrolliert werden.