Thema der Woche
NEU!!!
Eurotierklinik
Portal Nous!

Carretera Andratx 43/14
Tel: 971 677 606
Erfolgsstory!
Zahlreiche namhafte Modehersteller wie H&M, ESPRIT, Zara, C&A, Tchibo, Calvin Klein, Hugo Boss und andere sind nach Gesprächen mit PETA aus dem Angora-Geschäft ausgestiegen – und es folgen mehr.
mehr erfahren


Zecken

Frank B. aus Algaida fragt:

Mein Hund ist momentan nach jedem Spaziergang voller Zecken und ich möchte ihn deshalb mit einem Spot-on-Präparat schützen. Können Sie mir sagen, wie lange es dauert, bis eine Wirkung eintritt, und wie gefährlich es ist, wenn sich eine Zecke trotzdem festsaugt?

 

Lieber Frank!


Ja, es ist Zeckenzeit. Diese Parasiten halten sich auf den Gräsern und Pflanzen an Wegrändern auf. Sie erkennen einen vorbeikommenden potenziellen Wirt an bestimmten chemischen und thermischen Reizen und hängen sich im geeigneten Moment an diesen an. Auf dem Wirtskörper suchen sie sich dann eine warme, gut durchblutete Stelle mit dünner Haut und verankern dort ihre Mundwerkzeuge zur Blutaufnahme. An dieser Stelle kommt es zwar zu einer Schwellung, der Stich selbst ist aber schmerzlos, da die Zecke in die Bissstelle eine Art lokales Betäubungsmittel einspritzt.
Die Zecke kann bis zu 10 Tage saugend auf dem Wirt verbringen und in dieser Zeit können auch Krankheiten übertragen werden. Die wichtigsten Krankheiten, die im Mittelmeerraum von Zecken übertragen werden, sind Babesiose, Ehrlichiose und Borreliose. Alle diese Infektionen sind behandelbar und bei rechtzeitiger Erkennung auch vollständig ausheilbar. Die in Deutschland verbreitete und gefürchtete FMSE (Frühsommer-Meningoenzephalitis) hat bei uns in Spanien keine Bedeutung.
Trotzdem ist ein vorbeugender Zeckenschutz natürlich das Mittel der Wahl. Bei den Spot-on-Präparaten – wie beispielsweise Frontline oder Advantix – verteilt sich der fettlösliche Wirkstoff innerhalb von 24 Stunden nach dem Auftragen über die oberflächlichen Hautschichten der gesamten Körperoberfläche und wird in den Talgdrüsen gespeichert. Mit der Talgsekretion wird das Medikament dann kontinuierlich ins Fell abgegeben. Zirka 90 % der Zecken sterben innerhalb der ersten 48 Stunden nach Kontakt mit dem Gift ab. Möglicherweise werden Zecken, die zum Zeitpunkt der Behandlung bereits am Hund vorhanden waren, nicht innerhalb dieser Zeit abgetötet. Das heißt, dass der Parasit dann – trotz Behandlung – angeheftet und sichtbar bleibt. Trotzdem ist die Gefahr einer Krankheitsübertragung am behandelten Hund aber geringer, da die meisten Erreger erst nach geraumer Zeit aus dem Darm der Zecke durch den Saugakt ins Blut des Hundes gelangen. Daher ist es sinnvoll, während der gesamten warmen Jahreszeit durchgehend ein geeignetes Ektoparasitenmittel zu verwenden. Wir beraten Sie natürlich gerne!