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FSH (Familiäres Shar Pei Fieber)

Miriam E. aus Manacor fragt:

Wir haben eine (bisher) sehr gesunde chinesische Shar Pei Hündin, die uns seit kurzem Sorgen macht. Sie hatte jetzt schon zweimal hohes Fieber und gleichzeitig ganz dicke Sprunggelenke. Es ist jedes Mal recht schnell und ohne Behandlung wieder weggegangen, aber wir wollten Sie jetzt doch gerne fragen, ob wir sie mal durchchecken lassen sollten?

 

Liebe Miriam!


Bei den Shar Peis gibt es eine recht bekannte Erbkrankheit, die sich in der von Ihnen beschriebenen Form äußern kann, das so genannte familiäre Shar Pei Fieber (FSF). Die betroffenen Hunde erleiden alle paar Wochen Fieberschübe, die mit einem Körpertemperaturanstieg von bis zu 42° C einhergehen können. Sehr häufig wird das Fieber von angeschwollenen Gelenken begleitet, insbesondere der Sprunggelenke, so wie Sie es beschreiben. Während der Fieberphase entsteht ein bestimmtes Protein im Körper, ein Amyloid. Dieses Amyloid wird nach seinem Entstehen an den Blutgefäßen von inneren Organen, vor allem der Nieren, abgelagert. Diese Ablagerungen sind unlöslich und ziehen als Folge eine Funktionsstörung des Organes nach sich. Nierenfunktionsstörungen sind sehr ernste Erkrankungen und können, je nach Schweregrad, mit Nierenversagen enden.
Es ist also ausgesprochen wichtig, dass Ihr Hund durchgecheckt wird. Durch bestimmte Blut- und Urinanalysen kann man in der Regel eine FSF von anderen fiebrigen Erkrankungen abgrenzen. Bestätigt sich die Diagnose, besteht wie oben beschrieben ein erhöhter Risikofaktor für eine Nierenerkrankung. Wie immer ist es auch in diesem Fall so, dass eine frühzeitige Diagnose lebensverlängernd oder sogar lebensrettend sein kann. Denn wenn man eine Organschädigung im frühen Stadium erkennt, können Präventivmaßnahmen eingeleitet werden. Dazu gehört in Ihrem Fall auch eine Behandlung während des Fieberanfalls, um das Entzündungsgeschehen einzudämmen.
Der Gesundheitszustand Ihres Shar Peis sollte sehr regelmäßig überprüft werden, auch wenn keine akuten Krankheitsanzeichen vorhanden sind. Dazu gehören routinemäßig die Untersuchung des Morgenurins, ein Blutbild und eine Kontrolle der Schilddrüsenwerte. Beim Auftreten irgendwelcher Symptome wie Inappetenz, Erbrechen oder Durchfall, auch wenn sich kein begleitendes Fieber entwickelt, sollte ein FSF Hund auf jeden Fall sofort tierärztlich untersucht werden.