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Scheinträchtigkeit Hündin

Roland A. aus Santa Ponsa fragt:

Unsere Hündin ist vor Kurzem zum zweiten Mal läufig gewesen. Jetzt schwellen plötzlich ihre Zitzen an und man könnte meinen, dass sie bald wirft, so wie sie sich verhält. Sie hat aber ganz sicher keinen Kontakt zu einem Rüden gehabt!

 

Lieber Roland!


Seien Sie nicht beunruhigt. Was Ihre Hündin gerade durchläuft ist eine so genannte Pseudogravidität oder auch Scheinträchtigkeit. Sie tritt bei allen nicht kastrierten Hündinnen auf. Der Grund ist eine hormonelle Umstellung des Organismus ca. zwei Monate nach der Läufigkeit, nämlich der Abfall der Progesteron- und die Zunahme der Prolaktinkonzentration. Diese Hormonveränderung passiert auch im Körper einer tragenden Hündin am Ende der Trächtigkeit und ist ein Relikt aus der "Wolfsvergangenheit" unserer Haushunde.
Im Wildrudel wird nämlich immer nur die Leitwölfin gedeckt. Um die Überlebenswahrscheinlichkeit der Welpen zu erhöhen, hat es die Evolution so eingerichtet, dass auch die anderen Wölfinnen des Rudels in der Lage sind, die Jungen zu versorgen. Dafür ist es notwendig, dass sie Milch produzieren können, auch ohne getragen zu haben. Obwohl bei unseren Haustieren diese Ammenleistung nicht mehr vonnöten ist, müssen sie sich dennoch mit dieser hormonellen Hinterlassenschaft ihrer Vorfahren herumschlagen.
Die Symptome der Pseudogravidität sind individuell allerdings ganz unterschiedlich stark ausgeprägt. Neben Milchproduktion und Verhaltensveränderungen kann es auch zu Krankheitssymptomenwie beispielsweise Entzündungen der Milchleiste kommen. Sind die Anzeichen so stark ausgeprägt wie sie es schildern, sollten Sie den Tierarzt aufsuchen, bevor es zu ernsteren Problemen kommt. Es gibt Medikamente, um den Ablauf der Scheinträchtigkeit günstig zu beeinflussen. Die beste Lösung ist allerdings die Kastration der Hündin. Damit wird das Problem dauerhaft und schonend gelöst und auch der eventuellen Entwicklung von Eierstockzysten und Gesäugetumoren vorgebeugt.