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Raupen und Katzen

Maria K. aus Bunyola fragt:

Als wir gestern nach Hause kamen, saß eine unserer jungen Katzen auf der Terrasse und erbrach sich mehrfach. Danach speichelte sie stundenlang und heute sitzt sie nur in der Ecke und frisst und trinkt nicht. Jetzt haben wir Angst, dass sie irgendwo etwas Giftiges erwischt haben könnte.

 

Liebe Maria!


Das Erste, was mir dazu einfällt, ist die Frage, ob Sie in der Nähe von Kiefernbeständen wohnen? Sollte das der Fall sein, müssen Sie unbedingt an die Prozessionsspinnerraupen denken. Bei dem schönen Wetter in den letzten Tagen fand und findet überall an den befallenen Bäumen der Raupenabstieg statt. Die Insekten, die bisher in den weißen, wattigen Nestern der Kiefern hausten, verlassen diese und kriechen hintereinander in langen Prozessionen an den Baumstämmen herab zur Erde, wo sie sich zur weiteren Entwicklung im Boden vergraben. Gerade junge Hunde und Katzen interessieren sich oft für dieses Schauspiel. Sie beschnuppern und belecken die haarigen Raupen oder spielen mit ihnen. Bei Berührung stoßen diese Insekten jedoch ihre langen Haare ab, die einen Stoff enthalten, der zur Feindabwehr dient.
Kommt es zum Körperkontakt mit den gefährlichen Raupenhärchen, reagiert der Organismus ganz ähnlich wie bei einer heftigen allergischen Reaktion. Erbrechen und Durchfall, starke Schwellungen im Kontaktbereich und Bindehautentzündungen sind häufige Symptome. Aber vor allem Schädigungen der Schleimhäute im Maulbereich und der Zunge führen zu gefährlichen Folgen. Tiere, die Zungenkontakt mit den feinen Härchen hatten, speicheln danach fast immer. Bei Katzen kommt dieser Kontakt meist erst später zustande, nämlich wenn sie sich nach dem Spielen mit den Insekten der Fellpflege widmen und die Härchen dadurch aufnehmen. In jedem Fall brauchen betroffene Tiere tierärztliche Hilfe. Ohne baldmöglichste Medikamentenversorgung kann es zu schlimmen Folgeschäden kommen, wie beispielsweise zum teilweisen Zungenverlust, zu Verätzungen von Schleimhäuten der Speiseröhre oder zu Erstickungsanfällen. Bestätigt sich bei der Untersuchung der Verdacht des Raupenkontakts, sollten gerade Katzen auch so schnell wie möglich gewaschen werden.