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Gefährliche Hitze

Renate J. aus Randa fragt:

Ich musste neulich noch schnell etwas einkaufen und habe das Auto mit dem Hund kurz im Schatten vor dem Supermarkt geparkt, mit geöffneten Fenstern. Ich war noch nicht im Laden, da hat mich ein spanisches Pärchen angehalten und mich angemacht, dass das nicht ginge. Ich habe es dann gelassen, aber mal ehrlich

 

Liebe Renate!


Glauben Sie mir, man unterschätzt diese Gefahr! Es ist dieses Jahr sehr früh sehr warm geworden auf Mallorca und wir hatten schon etliche Fälle von Hitzschlag in der Praxis. Und meistens waren es ursächlich genau diese Situationen, die sie mir oben beschrieben haben. Hunde haben eine Körpertemperatur von 38° bis 39°. Obwohl die Thermoregulation des Hundeorganismus außerordentlich effizient arbeitet, ist es sehr anstrengend für das Tier, die Körpertemperatur zu halten, wenn die Außentemperaturen im gleichen Bereich oder vielleicht sogar höher liegen. Ein Auto, das hierzulande im Sommer im Schatten geparkt ist, kann im Innern ganz schnell Temperaturen von 60° und mehr entwickeln. Ein geöffnetes Fenster bringt dann nicht mehr allzu viel Abkühlung.
Wenn die Körpertemperatur des betroffenen Hundes 40° übersteigt, beginnt bereits eine Mangeldurchblutung von inneren Organen, da ein Großteil der Blutmenge zur Kühlung in den äußeren Körperteilen gebraucht wird. Bei 42° wird die Situation lebensbedrohlich und bei 43° beginnt das körpereigene Eiweiß zu gerinnen, d. h. es kommt u. a. zu irreversiblen Gehirnschädigungen. Bei einem unserer diesjährigen Hitzschlagpatienten war dieser Fall eingetreten. Das Tier war auf einer Terrasse eingesperrt, auf der morgens noch Schatten war, den Rest des Tages allerdings nicht mehr. Als die Besitzer von der Arbeit nach Hause kamen, war der Hund zwar noch am Leben, aber bereits schon lange bewusstlos. Das Gehirn war dauerhaft geschädigt, er konnte nicht mehr gerettet werden. Ich kann Ihnen daher nur empfehlen, gar nicht erst das Risiko einer Überhitzung einzugehen. Im Sommer gehören Hunde nicht in geparkte Autos und auch nicht an Plätze, die zu wenig Schatten spenden. Auch wenn man sich sicher ist, dass man die Situation richtig einschätzt, kann Unvorhergesehenes ganz schnell zur tödlichen Gefahr werden.