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Oleandervergiftung

Marianne V. aus Campos fragt:

Meine Katze hatte schwere Vergiftungserscheinungen mit Erbrechen, Durchfall und völliger Teilnahmslosigkeit. Mittlerweile geht es ihr besser, aber ich habe mir den Kopf zerbrochen, was sie gefressen haben könnte. Ich habe gehört, dass Oleander giftig für Tiere ist. Kann es das gewesen sein?

 

Liebe Marianne!


Oleander kann in der Tat – bei Mensch und Tier – schwere Vergiftungserscheinungen hervorrufen. Die Pflanze enthält in großen Mengen die so genannten Glykoside Oleandrin und Neriosid, die vor allem im Herz-Kreislaufsystem eines Organismus schweren Schaden anrichten können. Für Wiederkäuer, Schweine und Pferde ist schon eine geringe Menge an aufgenommenen Pflanzenteilen tödlich giftig. Bei Hund und Katze beginnen die Vergiftungserscheinungen in der Regel mit Erbrechen und Durchfall, der auch blutig sein kann. Je nach Menge der aufgenommenen Giftstoffe kommen Fieber oder Untertemperatur, Pupillenerweiterung, verlangsamter Puls, Krämpfe und Herzrhythmusstörungen hinzu. Im schlimmsten Fall tritt der Tod durch Herzversagen ein. Da die Glycoside in allen Teilen der Oleanderpflanze vorkommt, kann es für eine Vergiftung schon ausreichen, wenn sich eine Katze am Oleanderstamm die Krallen wetzt! Denn das Gift kann nicht nur oral, sondern auch über Haut und Schleimhäute in den Körper eindringen.
Die Diagnose ist immer eine Verdachtsdiagnose und die Behandlung daher auch immer eine symptomatische Behandlung. Man verabreicht dem Patienten Infusionen und provoziert medikamentell die Giftausscheidung. Außerdem behandelt man Durchfall und Erbrechen und unterstützt die Herzarbeit. Bei geringer Giftaufnahme und frühzeitigem therapeutischen Eingreifen ist das Tier in den meisten Fällen nach ein paar Tagen wieder völlig hergestellt.