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Katzen an der Leine

Corinna W. aus Manacor fragt:

Wir leben in der Stadt an einer befahrenen Straße und unsere Katze ist daher eine reine Wohnungskatze. Allerdings tut sie mir derart leid, immer so eingesperrt, dass ich jetzt ein Geschirr gekauft habe und mit ihr im Park um die Ecke spaziergehen wollte. Leider sitzt sie nur unbeweglich neben mir und maunzt ununterbrochen. Ist es falsch, mit einer Katze spazieren zu gehen?

 

Liebe Corinna!


Gleich vorneweg: Wie immer gilt, eine Katze ist kein kleiner Hund! Allerdings verstehe ich Ihre Sorge natürlich sehr gut. Man sieht sie am Fenster sitzen und den Vögeln nachschauen und fühlt sich schuldig, weil man so ein freiheitsliebendes Tier wie eine Katze eingesperrt halten muss. Aber gleichzeitig kann ich sie auch beruhigen: im Gegensatz zum Hund ist muss die Katze nicht spazieren gehen, um ihre Bedürfnisse zu erledigen. Die Katzentoilette erfüllt diesen Zweck bestens. Auch um sie körperlich und geistig fit zu halten, muss man mit einer Katze nicht nach draußen gehen. Bewegung und Spiel sind für eine Katze innerhalb der Wohnung genauso gut möglich und wahrscheinlich effizienter als ein Spaziergang. Ebenso wenig braucht sie sich mit Artgenossen zu treffen um ihr Sozialverhalten ausleben zu können, denn Katzen sind Einzelgänger. Dementsprechend schwierig ist es, eine Katze an der Leine spazieren zu führen. Man bringt sie in eine fremde Umgebung in der die vertrauten und beruhigenden Geruchsmarken vollständig fehlen und anstatt dessen überall Gerüche von „Feinden“ und „Rivalen“ vorzufinden sind. Durch die Leine wird es ihr unmöglich gemacht, dem daraus entstehenden natürlichen Bedürfnis nach Flucht nachzukommen. Das führt zu einem enormen Stress für das Tier, der sich meist in erstarrter Unbeweglichkeit, wenn nicht sogar in Panik äußert. Sie sollten also viel, viel Geduld aufbringen, wenn sie mit ihrer Katze an der Leine nach draußen möchten
Zunächst sollten sie sie an das Brustgeschirr gewöhnen. Nehmen sie ein leichtes, flexibles Exemplar aus Synthetik, das belästigt am wenigsten. Hat die Katze das akzeptiert,, beginnen sie mit dem Training an der Leine auf jeden Fall zu Hause in gewohnter Umgebung. Folgen sie dem Tier an der langen Leine, rufen sie es und belohnen sie es, wenn es reagiert. Ziehen sie niemals ruckartig an der Leine, die Katze soll nur Positives mit dem Training verbinden. Wenn sie beide soweit sind, bringen sie ihre Katze ins Freie und zwar am besten zu einer Tageszeit, wo wenig los ist und so wenig wie möglich Lärm herrscht. Bei jeder Angstbezeugung bringen sie das Tier wieder nach Hause. Die Katze sollte langsam und progressiv an den Spaziergang gewöhnt werden, wenn Besitzer und Tier später davon profitieren sollen. Wenn sie genügend Zeit und Geduld aufbringen, ihr Tier an diese Ausflüge zu gewöhnen, kann es beiden Seiten durchaus Spaß machen, frische Luft zu schnappen und die Welt außerhalb der Wohnung zu erkunden. Wenn die Katze erst mal ein erfahrener Leinengänger ist, kann es auch Urlaubsreisen, Tierarztfahrten oder Aufenthalte auf Terrassen oder in halboffenen Gärten enorm erleichtern.