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Flohbekämpfung

Claire K. aus Llucmajor fragt:

Mein Bichon kratzt sich wie verrückt. In seinem weißen Fell finde ich überall Nester von kleinen schwarzen Punkten. Flöhe können das nicht sein, denn er hat ein Flohhalsband aus dem Tierladen um und manchmal gebe ich ihm auch ein Auftropfpräparat vom Tierarzt. Gibt es noch andere Parasiten?

 

Liebe Clair!


Hört sich leider ganz so an, als ob es doch Flöhe wären, womit ihr Hündchen sich rumplagt. Wenn man kleine schwarze Teilchen im Fell findet, handelt es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um Flohkot. Bürsten Sie doch mal ein bisschen auf ein feuchtes weißes Papier. Sie werden sehen, dass sich die schwarzen Pünktchen rot verfärben. Dies ist ein Zeichen, dass es sich um winzige Blutreste handelt, die die Flöhe ausscheiden. Bei unseren Klimabedingungen sind Ektoparasiten bei Tieren – insbesondere Flöhe – ein ernsthaftes Problem, mit dem wir uns oft ganzjährig herumzuschlagen haben.
Der Floh und seine Larven leben in der Umgebung des Hundes, nicht auf dem Tier selbst. Er begibt sich nur zur Blutmahlzeit auf den Wirt. Daher ist es nicht ungewöhnlich, dass man auf dem Hund selbst zum Zeitpunkt der Untersuchung gar keinen Floh findet, sondern nur seine Ausscheidungen. Wenn davon aber, wie Sie schreiben, ganze Nester vorhanden sind, deutet das auf einen starken Flohbefall hin. Ein gängiges Flohhalsband reicht dann sicherlich nicht aus, um den Befall wirksam zu reduzieren. Ist die Umgebung stark verseucht, ist auch selbst das Auftropfen eines monatlichen Spot-On-Präparats nicht ausreichend. Die Flöhe werden dadurch zwar dezimiert, aber durch die große Anzahl der Parasiten und ihrer Larven wird der Wirt immer wieder gebissen und es kommt zu Juckreiz.
Auch Resistenzen gegen ein Parasitenmittel können eine Rolle spielen, wenn jahrelang das gleiche Medikament verabreicht wurde. Eine richtige Flohbehandlung muss geplant und korrekt ausgeführt werden. Die Medikamente sollten hin und wieder gewechselt und auch kombiniert werden. Mittlerweile gibt es eine Anzahl von ausgesprochen wirksamen Präparaten, die entweder als Einzelmedikament oder auch in Kombination mit den handelsüblichen Spot-On-Produkten verabreicht werden können. Gerade die Kombinationstherapie ist sehr effizient und verhindert in vielen Fällen, dass die gesamte Umgebung des Haustieres mit Insektiziden behandelt werden muss.
Allerdings ist nicht alles auf dem Markt für jeden verträglich. Insbesondere Katzen sind sehr empfindlich auf verschiedene Gifte, die für Hunde entwickelt wurden. Sie sollten keinesfalls eigenmächtig verschiedene Präparate ausprobieren oder zusammen verwenden, denn manchmal ähneln sich die Inhaltsstoffe, kumulieren und können dem behandelten Tier dann schaden. Ebenso ist auf eine genaue Dosierung zu achten. So müssen Sie den Hund vor der Behandlung unbedingt wiegen. Beraten sie sich auf jeden Fall mit Ihrem Tierarzt, um ein geeignetes Flohbekämpfungsprogramm für Ihre Haustiere aufzustellen. Das hilft Schaden zu vermeiden und nicht zuletzt auch Geld zu sparen. Denn Parasitenmittel sind teuer und nur ihre korrekte Anwendung verspricht auch einen entsprechenden Erfolg.