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Boxerkeratitis

Frank K. aus Ses Salines fragt:

Unser Boxer hat seit Wochen eine Verletzung im Auge, die nicht abheilt. Weh tut es ihm nicht und schlimmer wird es auch nicht, aber es geht auch nicht weg, obwohl wir schon alle möglichen Salben aus der Apotheke geholt und ins Auge geschmiert haben. Haben Sie einen Tipp?

 

Lieber Frank!


Erkrankungen am Auge sollten immer ernst genommen werden und man sollte auf keinen Fall auf eigene Faust daran „herumdoktern“, da man dem Organ leicht dauerhaften Schaden zufügen kann. Die in gesundem Zustand transparente Hornhaut besteht aus vier Zellschichten und stellt zusammen mit dem Tränenfilm eine wirksame Barriere gegen die Invasion von Mikroorganismen dar. Ist die Hornhaut verletzt teilen sich Zellen in der benachbarten Umgebung und füllen den Defekt innerhalb von zwei bis vier Tagen wieder auf, um den Schutz des Auges schnellstmöglich wieder zu gewährleisten.

Sollte eine oberflächliche Hornhautverletzung nach ein bis zwei Wochen nicht vollständig abgeheilt sein, handelt es sich nicht um eine einfache Verletzung. Bei der Rasse und Vorgeschichte muss man an eine chronische Hornhauterosion denken, die auch als „Boxerkeratitis“, indolentes Ulcer bzw. SCCED (spontaneous chronic corneal epithelial defect) bezeichnet wird. Boxerkeratitis heißt diese Erkrankung aus dem Grund, weil gerade Boxer extrem häufig davon betroffen sind. Prinzipiell kann dieser spontan auftretende Hornhautdefekt aber bei älteren Tieren aller Hunderassen vorkommen. Typisch ist, dass eine physiologische Heilung unter lokaler Medikation in der Regel ausbleibt. Nach entsprechender Untersuchung des Auges und Diagnosestellung muss meistens chirurgisch vorgegangen werden. Um eine Heilung herbeizuführen und Rezidive weitgehend zu verhindern, ist eine antibiotische Nachbehandlung und in den meisten Fällen eine dauerhafte Tränenersatzbehandlung nötig. Sie sollten mit dieser Sache nicht leichtfertig umgehen und so schnell wie möglich einen Tierarzt aufsuchen.