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Kaumuskelmyositis

Angelika aus Deutschland fragt:

Leider ist bei meinem 10 Jahre alten Labrador Henry die Diagnose Myositis gestellt worden. Zuerst waren wir uns nicht sicher, aber es passt alles

 

Liebe Angelika!


Der Therapieerfolg einer Myositis hängt maßgeblich vom rechtzeitigen Behandlungsbeginn ab. Zunächst ist eine gesicherte Diagnose wichtig. Bestehen Zweifel, kann u. U. mit einem serologischen Testverfahren (Autoantikörpernachweis gegen Typ M2-Muskelfasern) nachgeholfen werden. Befindet sich die Kaumuskelmyositis in der akuten Phase, d. h. wenn die Krankheit noch schmerzhaft ist und der Hund sein Maul kaum bewegen kann, ist eine Kortisontherapie meistens sehr wirkungsvoll. Man beginnt mit einer hohen immunsuprimierenden Dosierung von 2x täglich 2mg/kg und schleicht sich – je nach Behandlungswirkung – dann langsam wieder aus. Möglicherweise muss dies zusätzlich mit anderen immunsuppressiven Medikamenten, beispielsweise Azathioprin, kombiniert werden.
Man bekämpft mit diesen Arzneimitteln die entzündliche Zerstörung der Muskelfasern. Sind die Schmerzen eingedämmt, sollte der Hund dringend zum Kauen animiert werden. Um die größtmögliche verbliebene Beweglichkeit des Kiefers zu erhalten, sollten Sie unbedingt einen Physiotherapeuten zu Rate ziehen. Sind die Fasern bereits zerstört und vom Körper durch Bindegewebe ersetzt worden, macht eine entzündungshemmende Therapie nur noch wenig Sinn und auch eine physiotherapeutische Behandlung wird immer schwieriger. Je größer der Verlust von Muskelfasern wird, desto unbeweglicher wird der Kiefer des Hundes und desto unsicherer wird die Prognose. Ersticken wird Henry aber nicht an dieser Autoimmunkrankheit, da sich diese immunologische Störung auf einen Muskelfasertyp beschränkt, der in der Atemmuskulatur kaum vorkommt. Ich wünsche Ihnen und Henry einen guten Behandlungserfolg und noch lange eine gute gemeinsame Zeit!