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Kikas

Edelgard F. aus Ses Salines fragt:

Bei uns im Garten ist plötzlich ein kleines Huhn mit ganz vielen Küken aufgetaucht! Wir haben schon öfter auf dem verlassenen Nachbargrundstück Hühner gesehen und dieses scheint sich jetzt zu uns verirrt zu haben. Wir möchten die Tiere gerne behalten, haben aber keinerlei Erfahrung. Geben Sie uns ein paar Tipps?

 

Liebe Edelgard!


Alle unsere Hühner stammen vom asiatischen Bankiva Huhn ab, ein Wildhuhn, dessen Vorkommen sich über weite Teile des asiatischen Kontinentes erstreckt. Aus diesem Urgeflügel entwickelten sich im Laufe der Zeit und unter Mithilfe des Menschen zahlreiche Hühnervariationen verschiedener Form und Farbe. Die in Mallorca vorkommenden Zwerghühner sind eine Rasse, die der Wildform nicht zuletzt aufgrund ihres ursprünglichen Charakters noch sehr nahekommen. Die Mallorquiner nennen sie „Kikas“. Sie sind noch flugfähig – zumindest für kurze Strecken – und sie baumen nachts auf, d. h. sie verbringen die Nächte auf einem sicheren Schlafbaum. Man findet sie auf unserer Insel sehr oft verwildert vor, da sie sich den Lebensbedingungen sehr gut angepasst haben und kaum natürlichen Feinden ausgesetzt sind. Kikas sind ausgesprochen gute Brüter. Sie werden von Züchtern benutzt, um Fremdeier auszubrüten, auch beispielsweise Fasanen- oder Rebhuhngelege. Die Hühner sind mit 5 bis 6 Monaten brutreif und bei günstigen Lichtverhältnissen und je nach Futterbedingungen kann eine Glucke mehrere Gelege pro Jahr großziehen.
Wenn Ihre Kika mit ihren Küken genügend Raum und Futter zur Verfügung hat, werden Sie zur erfolgreichen Aufzucht nicht viel beitragen müssen. Die Glucke behütet und verteidigt ihre Jungen vehement. Sie scharrt den ganzen Tag nach Insekten und anderem Essbaren und hudert die Brut in regelmäßigen Abständen. Wenn Sie den Tieren einen ungestörten Futterplatz einrichten und ein geeigneter und sicherer Schlafbaum zur Verfügung steht, wird diese kleine Kika-Familie Ihre Einladung zum Bleiben mit Sicherheit annehmen.