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Agaporniden

Heike G. aus Las Palmeras fragt:

Ich halte mir als Haustiere ein Pärchen Agapornis-Zwergpapageien. Seit einiger Zeit sehe ich die beiden kaum noch, weil sie ständig in ihrer Höhle verschwunden sind und kürzlich meinte ich, dass ich Eier darin gesehen hätte. Kann das sein und wenn ja, was muss ich tun?

 

Liebe Heike!


Agapornis, in Deutsch die Unzertrennlichen genannt, gehören zur Unterfamilie der Edelpapageien und stammen aus Afrika. Natürlich weist der Name auf die starke monogame Paarbindung hin, die sich bei diesen Vögeln in ständigem Kuscheln und gegenseitigem Pflegen äußert und normalerweise ein Leben lang andauert. Wenn sich ein ausgewachsenes Pärchen gut versteht und das Umfeld geeignet erscheint, dauert es nicht lange, bis es zur Brut schreitet.
Die Eier werden im Zweitagesrhythmus gelegt und ein Gelege umfasst durchschnittlich vier Eier. Nach Ablage des zweiten Eies beginnt das weibliche Tier mit dem Brüten. Von da an sieht man es kaum mehr außerhalb des Nistkastens, da es vom Männchen in der Bruthöhle gefüttert wird. Der Hahn sitzt die meiste Zeit vor dem Höhleneingang und bewacht die Henne mit dem Gelege. Die Nacht verbringt er mit seiner Familie im Inneren des Nistkastens.
Die Brutdauer beträgt bei den Unzertrennlichen ca. 23 Tage. Dann schlüpfen die Jungvögel entsprechend dem Legedatum der Eier, in der Regel alle zwei Tage. Die Henne füttert die Brut ca. sechs Wochen lang. In dieser Zeit wird sie vom Hahn mit Nahrung versorgt. Danach beginnen die Vögel langsam nach und nach das Nest zu verlassen. Sind sie ausgeflogen, werden sie noch weitere zwei Wochen vom Hahn gefüttert und versorgt. Nach zwei Monaten sind die Jungtiere selbständig. Meistens beginnt die Henne nach erfolgreicher Brut sogleich wieder mit einem Gelege. Kommen ihr die Jungvögel dabei ins Gehege, kann sie sehr aggressiv reagieren. Daher sollte man entweder für eine Voliere mit ausreichend Platz und Ausweichmöglichkeiten sorgen oder die Jungtiere rechtzeitig von den Elterntieren trennen.