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Zwerchfellriß

Petra E. aus Mallorca fragt:

Ich habe eine Katze aus dem Tierschutz, deren ehemalige Halterin mit ihr gezüchtet hat. Nun rief mich die Dame an und sagte mir, dass eine Tochter meiner Katze und ein Enkel meiner Katze eine Zwerchfellhernie hätten und es wahrscheinlich sei, dass meine Katze das auch hätte. Bei meiner Katze (6 Jahre) wurde vor Jahren ohne Befund eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt und sie ist völlig symptomfrei. Soll ich trotzdem mit ihr zum Tierarzt?

 

Lieber Petra!


Das Zwerchfell, lateinisch Diaphragma genannt, ist ein sehniger Muskel, der bei Säugetieren (und in abgewandelter Form auch bei Krokodilen) vorkommt. Dieser Muskel hat die Form einer Kuppel und trennt die Brusthöhle von der Bauchhöhle. Wenn sich der Zwerchfellmuskel zusammenzieht, kommt es zur Inspiration, also zur Einatmung.
Von einer Zwerchfellhernie spricht man, wenn irgendwo in dieser Muskelplatte eine Lücke auftritt. Durch dieses Loch können – je nach Größe des Defekts – Bauchorgane, wie beispielsweise Magen, Milz, Leber oder Darmteile, in den Brustkorb eintreten und die Brustorgane, insbesondere die Lungen, einengen.
Es gibt erworbene, d. h. durch ein Trauma ausgelöste, und angeborene Diaphragmahernien. Die angeborenen Defekte, die übrigens auch mit anderen Fehlbildungen einhergehen können, sind meist autosomal-rezessiv vererbt. Das bedeutet, dass beide Elterntiere das defekte Gen in sich tragen müssen, um die Missbildung weitervererben zu können. Ein Zwerchfelldefekt geht fast immer mit Atemstörungen einher. Wenn ihre Katze also nach sechs Lebensjahren immer noch keine entsprechende Symptomatik zeigt, brauchen Sie sich eigentlich über eine angeborene krankmachende Missbildung keine Gedanken zu machen. Allerdings sollten Sie von einer Zucht mit dieser Katze Abstand nehmen, denn die Möglichkeit, dass sie die Krankheit in sich trägt, auch ohne dass sie bei ihr in Erscheinung tritt, ist durchaus gegeben.