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Pfützenwasser

Michael F. aus Bahia Grande fragt:

Wie kann es sein, dass ein Hund, obwohl immer Frischwasser zur Verfügung steht, viel lieber das Wasser aus einem Tümpel säuft?

 

Lieber Michael!


Es gibt mehrere Möglichkeiten. Zum einen kann man sagen, dass Hunde ein leicht saures Wasser bevorzugen. Das liegt daran, dass sie – im Gegensatz zu uns – immer noch an der Natur festhalten, in der Regenwasser die natürliche Flüssigkeitsversorgung darstellt. Regenwasser ist leicht sauer, im pH-Wert-Bereich von 6,4 bis 6,2. Unser Leitungswasser dagegen liegt im pH-neutralen Bereich oder ist in der Regel sogar leicht basisch, was für uns Menschen meist nicht wahrnehmbar, für den Vierbeiner allerdings geschmacksvermindernd ist. Außerdem wird unserem Trinkwasser aus hygienischen Gründen Chlor – und je nach Standort – auch noch die eine oder andere Chemikalie beigefügt. Viele Hunde reagieren darauf empfindlich. Auch Bleirückstände – beispielsweise Ablagerungsspuren aus alten Leitungssystemen – werden vom Hund wahrgenommen. Die meisten Vierbeiner verweigern das angebotene Wasser zwar nicht, bevorzugen es aber durchaus – wenn sie die Möglichkeit haben – an einer natürlichen Wasserquelle wie einer Pfütze ihren Durst zu stillen. Bei Katzen kommt hinzu, dass sie von Natur aus lieber an einem Ort trinken, der weit entfernt von ihrer Nahrungsaufnahme liegt. Hier spielen mit Sicherheit Verunreinigungsgefahren eine Rolle.
Leider ist es so, dass Verunreinigungen heute einen anderen Stellenwert besitzen als die Tiere in ihrem Programm abgespeichert haben. Pfützen oder stehende Gewässer bergen nämlich u. U. große Gefahren für den Organismus. Parasiten, Bakterien und vor allem Umweltgifte reichern sich oftmals in Pfützen und anderen stehenden Gewässern an. Prinzipiell haben unsere Vierbeiner ein abwehrstarkes Immunsystem. Und gerade Hunde, als Aasfresser, können so manchen aufgenommenen Keim sozusagen im Keim ersticken. Aber leider gibt es zu viele aggressive Erreger und Parasiten, als dass man das Risiko vernachlässigen könnte. Auch Giftrückstände stellen eine Gefahr dar, die dramatische Auswirkungen haben kann. Daher sollte man vorsichtig sein. Liegt ein Regen länger zurück oder handelt es sich um von fließenden Gewässern weit abgelegene Tümpel, sollte man versuchen, den Hund an einer Wasseraufnahme zu hindern.