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Kastration von Hund und Katze

Dieter K. aus Biniali fragt:

Was halten Sie prinzipiell von Sterilisationen bei Hunden und Katzen? Ist das grundsätzlich ratsam oder sind das individuelle Entscheidungen?

 

Lieber Dieter!


Unter einer Sterilisation versteht man das Unterbinden entweder der Eileiter oder der Samenleiter, ohne dass dabei die hormonelle Situation beeinflusst würde. Diese Art der Unfruchtbarmachung kommt bei unseren Haustieren nicht zur Anwendung. Bei einer Kastration dagegen werden die Keimdrüsen operativ entfernt. Bei weiblichen Tieren sind das die Eierstöcke und die Gebärmutter, bei männlichen Tieren die Hoden. Durch diese Operation wird auch die weitere Produktion von Geschlechtshormonen verhindert, was sich – abgesehen von der unkontrollierten Weitervermehrung – günstig auf das weitere Leben der Tiere auswirkt.
Gerade bei der Hündin können durch eine Kastration zyklusabhängige Erkrankungen wie Milchleistentumoren und Gebärmutterentzündungen verhindert werden. Aber auch männliche unkastrierte Tiere sind einem höheren Gesundheitsrisiko ausgesetzt als kastrierte: Hormonbedingte Dominanzprobleme, Risiken einer Prostataerkrankung oder auch die Gefahren im Straßenverkehr, wenn die Rüden auf „Brautschau“ sind, werden durch die Kastration minimiert. Unkastrierte Kater verletzen sich bei Rivalenkämpfen oder infizieren sich über den Deckakt bzw. über Kampfwunden mit Krankheiten.
Zu beachten ist allerdings, dass nach einer Kastration durch die veränderte hormonelle Situation des Organismus eine Stoffwechselumstellung eintritt. Der Körper braucht deutlich weniger Kalorien als vor der Operation. Das berüchtigte „Dickwerden“ nach dem Kastrieren kommt daher, dass den Tieren die gleiche Kalorienmenge angeboten wird wie zuvor. Berücksichtigt man den Umstand, dass weniger Nahrung benötigt wird, werden auch die kastrierten Tiere ihr Normalgewicht – und damit ihre Beweglichkeit und Aktivität – beibehalten.
Meine Antwort auf Ihre Frage lautet daher: Ja, prinzipiell befürworte ich die Kastration von Hund und Katze, da sie durchaus zu einem längeren und sichereren Leben der Tiere beiträgt!